Mit dem Markus-Bittgang von St. Valentin zur Grafrather Wallfahrtskirche St. Rasso haben die Kottgeiseringer Gläubigen Ende April die diesjährige Bittgang-Saison eröffnet. Ab dem Fest des Evangelisten Markus wird in den Kirchen zudem auch der traditionelle Wettersegen am Ende der heiligen Messe gespendet, der speziell gedeihliches Wetter für die Ernte und um die Verschonung vor „Blitz, Hagel und jedem Unheil" zum Inhalt hat.
Mehrmals im Jahr sind die Kottgeiseringer unterwegs. An Christi Himmelfahrt geht's zu Fuß und mit dem Schiff zur großen Wallfahrt nach Andechs und Mitte Juli im Rahmen einer Sternwallfahrt zum heiligen Willibald nach Jesenwang. Dazwischen findet noch ein sogenannter Flurumgang statt, bei dem um Segen für die Felder, Gärten und Wälder gebetet wird. Gleich zweimal ist die idyllisch in einem Waldstück gelegene Lourdes-Grotte das Ziel einer Prozession: im Mai zu einer abendlichen Maiandacht und an Maria Himmelfahrt zu einer Feldmesse. In ganz früheren Zeiten war noch ein weiterer Bittgang im Kalender der Kottgeiseringer Katholiken: die Wallfahrt zur Kirche Maria Hilf in Grünsink bei Weßling, Landkreis Starnberg. Zum diesjährigen 800. Todestag des heiligen Franz steht Mitte September noch eine große Pilgerreise an: Unter der Leitung der Grafrather Franziskaner fahren die Angehörigen des Pfarrverbandes Grafrath-Schöngeising zum Grab des heiligen Franz nach Assisi. Über die Pfarrbüros kann man sich noch anmelden.