Zu einem feierlichen Patroziniumsfest zu Ehren der Heiligen Petrus und Paulus kamen am 29. Juni zahlreiche Überseer Katholik:innen in der Filialkirche St. Peter und Paul auf dem Westerbuchberg zusammen. In seiner Predigt betonte Pfarrer Konrad Roider einen wichtigen Aspekt des Glaubens: »Glaube ist etwas individuelles, persönliches (...) und doch ist Glaube auch eine Gemeinschaft, die eingebettet ist in etwas Gemeinsames, das über mein eigenes Bestimmen hinausgeht, sonst wäre eine Gemeinschaft nicht möglich.« Und weiter: »Der Glaube der Kirche und der persönliche Glaube, das ist vielfach eine Herausforderung, weil manches im persönlichen Denken anders erscheint. Individualität und Gemeinschaft fordern eben heraus und erfordern Dialog (...).«
Konzelebranten des Festgottesdienstes waren Diakon Heiko Jung und Neupriester Klaus Schülein. Klaus Schülein nahm zudem die Gelegenheit war, erneut den Einzel-Primizsegen zu spenden. Musikalisch umrahmt wurde die Messe einmal mehr äußerst stimmungsvoll von Christian Dengler an der Orgel und dem Kirchenchor.
Im Anschluss an den Gottesdienst hatte der Pfarrgemeinderat zum Stehempfang geladen. Wie in den Vorjahren waren dazu insbesondere jene eingeladen, die Petrus oder Paulus zum Namenspatron haben sowie alle, deren Patron Petrus oder Paulus ist, wie Fischer und Fischerverein. Wegen kräftigem Gewitter und starkem Regen wurde der für den Kirchenvorplatz geplante Empfang kurzerhand in des Seitenschiff der Kirche verlegt. Gleich zu Beginn der geselligen Runde intonierten alle Anwesenden »Viel Glück und viel Segen«, um Diakon Jung nachträglich zum »halbrunden« Geburtstag zu gratulieren, den dieser am Vortag feiern konnte. Angeregte Gespräche bis weit in den Abend hinein zeigten eindrucksvoll, dass Kirchen nicht nur Orte des Betens, sondern eben auch Orte der Begegnung für im Glauben Verbundene sind.
Text und Bild: Klaus Esterer