Mit einem festlichen Zug vom Pfarrzentrum zur Pfarrkirche begann am 27. September das Erntedankfest der Pfarrgemeinde St. Nikolaus. Angeführt von der Blaskapelle Übersee-Feldwies unter der Leitung von Lothar Beyschlag, machten sich die örtlichen Vereine und Gruppierungen mit ihren Fahnen gemeinsam auf den Weg zur Kirche. So entstand bereits zum Auftakt ein eindrucksvolles Bild der Verbundenheit innerhalb der Gemeinde.
Den anschließenden Erntedankgottesdienst feierte Pfarrer i. R. Hans Sinseder gemeinsam mit Diakon Heiko Jung. Für die musikalische Gestaltung sorgten die Blaskapelle Übersee-Feldwies und Christian Dengler an der Orgel; mit der Haydn-Messe erhielt der Gottesdienst einen besonders festlichen musikalischen Rahmen.
In seiner Predigt weitete Pfarrer Sinseder den Blick über die Früchte der Erde hinaus aus. Erntedank, so wurde deutlich, lädt auch dazu ein, auf das eigene Leben zu schauen und die empfangenen Gaben sowie das Gute des vergangenen Jahres wahrzunehmen: „Mit unserem Dank können wir uns auch fragen, wo bin ich im Leben reich beschenkt worden. Und was kann ich an andere weitergeben?”
Der Dank galt damit nicht allein der Ernte, sondern allem, was Menschen im vergangenen Jahr geschenkt wurde. Die Gaben am Erntealtar wurden so auch zum Zeichen für die vielen guten Erfahrungen und Begegnungen, die das Leben bereichern.
Zu den Mitwirkenden und Teilnehmern gehörten zahlreiche Vereine und Gruppierungen aus der Gemeinde. Neben der Katholischen Frauengemeinschaft und Marianische Männerkongregation waren unter anderem die Freiwillige Feuerwehr, die Krieger- und Soldatenkameradschaft, der Theaterverein, der Anglerbund, die Schützengesellschaft sowie die Trachtenvereine GTEV D’Buchwäldler Übersee und GTEV Chiemgau Feldwies vertreten. Mit ihren Fahnen prägten sie den festlichen Zug und unterstrichen den gemeinschaftlichen Charakter des Erntedankfestes.
Ein besonderer Blickfang war der festlich geschmückte Erntealtar. Der Gartenbauverein trug mit Erntegaben zum Altarschmuck bei, den Marianne Kreuz und Fernanda Falkinger mit Blumen ergänzten. So wurde der Gedanke des Erntedanks nicht nur in den Worten und Gebeten des Gottesdienstes, sondern auch in der Gestaltung des Kirchenraums und im gemeinsamen Feiern der Gemeinde sichtbar.
Text: Magdalena und Klaus Esterer
Bilder: Magdalena und Klaus Esterer