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| „Beten.Backen.Bauen“Angebote zum Tag der Archive am 7. März 2026 | München, 18.02.2026. Bislang weitgehend unbekannte Schätze aus Archiv und Bibliothek des ehemaligen Klosters Altomünster und ihre modernen Nutzungsmöglichkeiten präsentieren Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising anlässlich des Tags der Archive am 7. März 2026. Das 1496/97 in Altomünster (Landkreis Dachau) gegründete Birgittenkloster, lange das einzige seiner Art in ganz Deutschland, wurde 2016 wegen Nachwuchsmangels durch den Heiligen Stuhl aufgehoben. 2017 ging die Verantwortung für Klosteranlage und Kulturgüter an die Erzdiözese München und Freising über. In der Folge wurde der bis ins Mittelalter zurückreichende Bestand an Handschriften, Drucken und Archivalien konservatorisch behandelt, nach modernen Standards verzeichnet sowie (in seinen historischen Teilen) digitalisiert und online gestellt. So kann er nun erstmals in seiner Geschichte in großem Umfang von der wissenschaftlichen Forschung wie der Allgemeinheit genutzt werden. |
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| | | Die inhaltliche Spannweite reicht von liturgischen Büchern über Baurechnungen bis hin zu Backrezepten aus der Klosterküche. Die Dokumente gewähren Einblicke in Frömmigkeit und Alltag der in strenger Klausur lebenden Ordensfrauen, bis 1803 auch der in diesem Doppelkloster unter Leitung der Äbtissin lebenden Ordensmänner. Zugleich sehen Archiv und Bibliothek des Erzbistums in ihren Angeboten zum Tag der Archive, die einen besonderen Kosmos weiblichen Lebens erschließen, einen Beitrag zum Weltfrauentag am 8. März. |
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| | | Im barocken Lesesaal von Archiv und Bibliothek des Erzbistums (Karmeliterstr. 1, Eingang Pacellistr., 80333 München) werden von 10 bis 16 Uhr jeweils zur vollen Stunde originale Bücher und Dokumente vorgestellt. Anschließend informieren Bibliothekarinnen und Archivare über die digitalen Nutzungsmöglichkeiten, die es erlauben, von zuhause aus virtuell in digitalisierten Handschriften und Drucken zu blättern. | | [nach oben zum Inhaltsverzeichnis] |
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| Fromme VereineSammlung Bruderschaftsbriefe online | München, 19. Februar 2026. Mit einer umfangreichen Sammlung von Bruderschaftsbriefen ergänzt das Digitale Archiv des Erzbistum München und Freising sein Online-Angebot um grafisch besonders reizvolle Objekte. Damit ist eine für die Frömmigkeitsgeschichte aufschlussreiche Quellengattung nun bequem zugänglich. Vom Mittelalter bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts waren Bruderschaften im katholischen Bereich eine verbreitete Form organisierter Frömmigkeit. Gläubige schlossen sich – oft gegliedert nach Beruf, Stand oder Geschlecht – zusammen, um sich unter geistlicher Anleitung religiösen und sozialen Zielen zu widmen. Seit der Barockzeit existieren in diesem Zusammenhang die so genannten Bruderschaftsbriefe: Die meist großformatigen Einblattdrucke beinhalten die Ziele und Aufgaben einer Bruderschaft sowie die Pflichten der Mitglieder und die dafür zu erlangenden Ablässe. Zumeist sind sie mit einer Darstellung des/der Heiligen oder der Heilstatsache, dem/der sich die jeweilige Bruderschaft besonders widmet, geschmückt. Jedes Mitglied bekam bei Aufnahme einen Bruderschaftsbrief ausgehändigt; Name und Aufnahmedatum wurden händisch in dem vorgedruckten Formular ergänzt. |
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| | Im Archiv des Erzbistums sind die Bruderschaftsbriefe in erster Linie in den so genannten Pfarrakten überliefert (Findbuch; hier bei der jeweiligen Pfarrei unter dem Gliederungspunkt „Pastoral- und Kultusgegenstände“). Denn im Zuge der Erteilung der erforderlichen oberhirtlichen Genehmigung wurde bei Gründung oder Neugründung einer Bruderschaft ein Bruderschaftsbrief zu den Akten genommen. Hinzu kommen die gezielte Erwerbung aus dem Antiquariatshandel und die Schenkung von Exemplaren, die zum Teil auch von außerhalb des Bistumsgebietes stammen. Während im Verwaltungskontext in der Regel Blankoformulare ohne individuelle Eintragungen überliefert sind, sind die aus Privatbesitz stammenden, durch Kauf oder Schenkung erworbenen Exemplare meistens auf eine Person ausgestellt. Aus den Aufnahmedaten geht dabei hervor, dass die im 18. oder 19. Jahrhundert gedruckten Formulare teilweise bis ins 20. Jahrhundert bei Neuaufnahmen Verwendung fanden. Die in den Pfarrakten liegenden Bruderschaftsbriefe wurden aus konservatorischen Gründen entnommen und plan gelegt und mit den anderweitig erworbenen Stücken zu einer Sammlung vereinigt, die derzeit knapp 600 Objekte umfasst und nach Orten geordnet ist (Findbuch). Die Digitalisierung der künstlerisch oft ansprechenden Grafiken erfolgte in Zusammenarbeit mit dem bayerischen Kulturportal bavarikon. Weitere Fundorte für Unterlagen zu örtlichen Bruderschaften, die oft ebenfalls Bruderschaftsbriefe enthalten, sind die im Archiv des Erzbistums deponierten Pfarrarchive (Liste). | | [nach oben zum Inhaltsverzeichnis] |
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 | Name: Archiv - Bibliothek Bildnachweis: SMB für Archiv und Bibliothek des Erzbistums |
|  | Name: Plakatmotiv Tag der Archive München 2026 Bildnachweis: Katharina Kuhlmann, Alfred Küng |
|  | Name: Urkunde über die Schenkung von Reliquien durch das römische Zisterzienserkloster Tre Fontane an das Kloster Altomünster, 1488 Bildnachweis: Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising |
|  | Name: Kistchen mit Gebetbüchern für das Tischgebet im Refektorium, gedruckt in Landshut 1696 Bildnachweis: Erzbischöfliches Ordinariat München, Robert Kiderle |
|  | Name: Bruderschaftsbrief der Schifffahrts-Bruderschaft in Feldkirchen bei Rott am Inn (Formular von 1748 mit Aufnahmeeintrag von 1749) Bildnachweis: Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising |
|  | Name: Bruderschaftsbrief der Schifffahrts-Bruderschaft in Feldkirchen bei Rott am Inn (Formular von 1748 mit Aufnahmeeintrag von 1749) Bildnachweis: Archiv und Bibliothek des Erzbistums München und Freising |
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