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Kath. Kirche in Neuperlach

Lüdersstr. 12, 81737 München | Tel. 089 679 00 20 | kontakt@christus-erloeser.de

Das Sakrament der Taufe

Durch die Taufe beginnt das Leben in der Gemeinschaft des Dreifaltigen Gottes. Gott beschenkt uns mit der ganzen Fülle seiner Liebe, wie er sie uns besonders in seinem Sohn Jesus Christus gezeigt hat. Wir dürfen uns Kinder Gottes nennen und stehen unter seinem Schutz und Segen. Das Wasser der Taufe reinigt uns von all unserer Schuld. Zugleich werden wir durch die Taufe eingegliedert in die Kirche. Daher bedeutet ein Leben aus der Taufe, sich ganz und gar bejaht und geliebt zu wissen, Gott zu suchen und seine Liebe zu erwidern und sie an unsere Mitmenschen, auch an die, mit denen wir uns schwer tun, weiterzugeben. Wenn wir eine Kirche betreten und uns mit dem Weihwasser am Eingang bekreuzigen, erinnern wir uns an unsere Taufe.

Das Taufpaten-Amt

Warum gibt es das Taufpatenamt?

In der frühen Kirche wurden meist Erwachsene getauft. Ihnen wurden zwei erfahrene Gemeindemitglieder an die Seite gestellt. Ihre Aufgabe war es, in das Leben als Christ einzuführen. Wenn Kinder getauft werden, übernehmen die Eltern gemeinsam mit den Paten die Aufgabe, das Kind auf seinem Lebensweg im christlichen Glauben zu begleiten. Die Paten stehen auch als Vertreter für die Gemeinschaft der Kirche, in die das Kind mit der Taufe aufgenommen wird.
Wer kann Patin oder Pate werden?
Die Paten unterstützen das Kind auf seinem Weg im Glauben und sind Bezugsperson und Vorbild. Von der Taufe über die Erstkommunion bis zur Firmung (und darüber hinaus) dürfen sie das Patenkind begleiten und dabei auch die eigenen Erfahrungen mit dem Glauben und den Sakramenten einbringen. Deshalb sieht das Kirchenrecht vor, dass Taufpaten selbst katholisch getauft und gefirmt sind. Sie [sollten mindestens 16 Jahre alt sein und] dürfen nicht aus der Kirche ausgetreten sein. Die Eltern können das Patenamt nicht selbst übernehmen.

Welche Pflichten geht man mit dem Taufpatenamt ein?

Die Patin bzw. der Pate erklärt sich dazu bereit und verpflichtet sich, bei der religiösen Erziehung des Kindes mitzuwirken. Dies geschieht auch ganz offiziell im Taufgottesdienst. Vor dem staatlichen Gesetzgeber sind mit der Übernahme des Patenamtes keine Verpflichtungen verbunden. […]

Welche Aufgabe haben die Paten?

Die besondere Aufgabe der Paten ist es, die Eltern bei der religiösen Erziehung des Kindes zu unterstützen. Dabei geht es besonders um eine vertrauensvolle Beziehung. Für das Kind bzw. den Jugendlichen sind sie Ansprechpersonen in Glaubens- und Lebensfragen. Dabei bieten sie oft noch einmal eine andere Perspektive als die Eltern an.

Können evangelische Christen Taufpatin oder Taufpate werden?

Das ist nicht möglich, aber sie können [, zusätzlich zu einem katholischen Paten,] Taufzeugen sein. Fragen dazu klärt man am einfachsten im Taufgespräch vor Ort.

Welche Rolle hat die Patin oder der Pate im Taufgottesdienst?

Als Pate kommt Ihnen auch in der Taufe selbst eine besondere Rolle zu. Sie versprechen zu Beginn, dass Sie den Eltern helfen, das Kind in den Glauben einzuführen beziehungsweise auf dem Glaubensweg zu begleiten. Sie dürfen nach den Eltern dem Kind ein Kreuz auf die Stirn zeichnen. In besonderer Weise werden Sie vor der eigentlichen Taufe nach Ihrem Glauben gefragt. Gemeinsam mit den Eltern bekennen sie diesen Glauben, in den das Kind hineinwachsen darf.
Aber das sind nur die durch die Liturgie festgelegten Punkte. In Absprache können Sie auch an vielen anderen Stellen, den Taufgottesdienst mitgestalten - z.B. durch Musik, bei den Fürbitten, dem Entzünden der Taufkerze, dem Halten des Kindes bei der Taufe, persönliche Worte an den Täufling nach der Taufe. Bringen Sie sich gerne bei der Vorbereitung und den Taufgesprächen mit ein.

Was ist, wenn wir niemanden finden?

Die kirchenrechtlichen Bedingungen für das Patenamt spiegeln die besondere Verantwortung und Wichtigkeit dieser Aufgabe wider. Wenn sich aus Ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis niemand findet oder bereit erklärt, den Dienst zu übernehmen, kann eine Taufe alternativ auch ohne Paten stattfinden. Sprechen Sie gerne mit den Verantwortlichen in Ihrer Wohnortpfarrei.