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Fannys Dienst-Tag im April 2026


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Ein freundliches Wuff allen miteinander.

Ich bin’s wieder, Eure Fanny.

Ich bin noch ganz österlich gestimmt. Wie Ihr auf meinem schönen Foto sehen könnt, wurde auch ich mit einem Körbchen an Eiern bedacht. Nein, keine Angst, natürlich esse ich keine Schokoladeneier, die vertrage ich als Hund nämlich gar nicht gut. Aber gekochte Eier sind für uns durchaus ein willkommener Leckerbissen.

Warum schenkt man sich denn überhaupt Eier zu Ostern? Ich habe für Euch mal nachgesehen:
Das Ei gilt in vielen Kulturen als Symbol für Leben und Fruchtbarkeit. Schon in der Urchristenzeit sah man in ihm zudem ein Zeichen für die Auferstehung Jesu, denn das geschlossene Ei gleicht dem Grab, in dem das Leben verborgen war, und das Schlüpfen eines Kükens stand sinnfällig für den Auferstandenen, der die Fesseln des Todes und Grab sprengte.
Zudem gab es auch einen ganz praktischen Grund, dass Eier so beliebt wurden an Ostern: Während der vorausgegangenen 40-tägigen Fastenzeit durften sie nicht gegessen werden; daher sammelte man sie und kochte sie zur Haltbarmachung hart. Dem Wasser wurden dabei Pflanzenteile zum Färben beigegeben. So konnte man die gekochten von den rohen Eiern unterscheiden.
Seit dem 13. Jahrhundert ist die traditionelle Farbe für Ostereier rot - als Farbe des Lebens, der Freude und auch als Symbol für das Blut Christi.
Zur roten Färbung gibt es viele Legenden:
So soll etwa Maria Magdalen, die erste Zeugin der Auferstehung, zu den Jüngern gekommen sein, die ihr aber nicht glaubten, dass Jesus auferstanden ist. Stattdessen sollen sie ihr, indem sie auf ein Körbchen mit Eiern zeigten, geantwortet haben: „Wenn diese Eier rot werden, ist Jesus auferstanden.“ Und dann wurden sie natürlich rot.
Eine andere Legende berichtet, dass Maria Magdalena später wie die Jünger auch Jerusalem verließ, um die Frohbotschaft und die Auferstehung Jesu in aller Welt zu verkünden. Dabei kam sie bis zum römischen Kaiser. Als sie dem von der Auferstehung erzählte, sagte er: „Ein Mensch kann genauso wenig auferstehen, wie ein Ei in der Hand rot werden kann.“  Und, klar, das Ei wurde auch hier rot.
Nette Geschichten, aber eine noch schönere gibt es hier aus Oberbayern, genaugenommen aus Taxa, einem Ortsteil von Odelzhausen im Landkreis Dachau, zu berichten:
1618 soll der Hofmarksherr Johann Wilhelm von Hundt in Seenot geraten sein und den Bau einer Kapelle gelobt haben. Als er nach glücklicher Rettung das Versprechen später jedoch vergaß, legte eine schwarze Henne am Ostermontag ein Ei mit einem strahlenkranzartigen Stern auf einen frisch gebrannten Ziegelstein. Das war für ihn die Erinnerung, dass ihm die Muttergottes eigentlich geholfen hat. Und dann hat er natürlich die Kapelle gebaut und aus der Kapelle ist dann später das Kloster Taxa geworden. Die vermeintlichen „Stern-Eier“ lösten eine Wallfahrt aus.
Der berühmte Barock-Prediger und Schriftsteller Abraham a Sancta Clara verbreitete die Geschichte in einem Werk mit dem beeindruckenden Titel: „Gack, Gack, Gack, Gack à Ga. Einer wunderseltzamen Henne in dem Herzogthumb Bayrn. Das ist eine ausführliche und umbständliche Beschreibung der berühmbten Wallfahrt Maria Stern in Taxa.“  Und natürlich schmückte er die Story hier kräftig aus. Im Wappen von Odelzhausen ist übrigens bis heute das Stern-Ei zu sehen.
Eier mit dünnerer Schale und einer sternförmigen Zeichnung sind eine Laune der Natur und in der Gegend von Taxa gab es sie tatsächlich öfter.

Herzlichst, Eure Fanny!