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Fannys Dienst-Tag im Mai 2026 2026


2026-05-01-Fanny-Mai-2026

Ein freundliches Wuff allen miteinander.


Ein freundliches Wuff allen miteinander! 
Ich bin’s wieder, Eure Fanny.

Der Marienmonat Mai hat begonnen. Und ich, der grundgute Pfarrverbands-Hund, darf, wie Sie auf dem Foto sehen können, wieder Werbung für unsere Maiandachten machen. Sie werden einmal in der Woche, immer dienstags, um 19 Uhr gefeiert. Am 5. Mai in der Andreaskirche, am 12. Mai in der Kirche des Kreszentiastifts (Isartalstraße 6), am 19. Mai Andreaskirche (zusammen mit dem Marienverein) und am 26. Mai im großen Garten des Kreszentiastifts bei der dortigen Lourdes-Grotte. Herzliche Einladung!

Ja, vielleicht ist es ganz gut, sich in diesen bewegten Zeiten unter den Schutz der Gottesmutter zu stellen. Das haben die Menschen schon in alter Zeit gemacht, bei uns in Bayern ganz besonders. Kennen Sie eigentlich die Geschichte dazu? Nein? Wuff, kein Problem, ich habe sie für Sie mal kurz nachgeschlagen

1610 ließ Herzog (ab 1623 Kurfürst) Maximilian I. eine Medaille prägen, die Maria als Schutzherrin über München zeigt, begleitet von der Zeile „Sub tuum praesidium“ (Unter deinen Schutz). Er war ein glühender Maienverehrer, ganz geprägt von der tiefen katholischen Frömmigkeit eines Menschen des Barocks.

Sechs Jahr später, im Vorfeld des Dreißigjährigen Kriegs, ließ er in einer Nische an der Fassade der Münchner Residenz eine Bronzestatue seines Hofkünstlers Hans Krumper aufstellen. Sie zeigt die gekrönte Gottesmutter, auf der Mondsichel stehend, in der Linken das Szepter, im rechten Arm das Jesuskind. Ein Schild darüber trägt die Inschrift „Sub tuum praesidium confugimus, sub quo secure laetique degimus“ (Unter deinen Schutz fliehen wir, unter dem wir sicher und froh leben). Die Bezeichnung zu Füßen der Madonna stammte von Maximilian selbst: „Patrona Boiariae“ (Schutzfrau Bayerns). Unter der Nische brennt bis heute ein Ewiges Licht.
Schließlich ließ Maximilian auf dem Schrannenplatz (seit 1854: Marienplatz) die Mariensäule errichten. Er hatte gelobt „ein gottgefälliges Werk anzustellen, wenn die hiesige Hauptstadt und auch die Stadt Landshut vor des Feinds endlichem Ruin und Zerstörung erhalten würde“. Tatsächlich wurden beide Städte beim Einfall der Schweden vor schwerer Plünderung und Brandschatzung verschont. Der Kurfürst selbst sprach am 7. November 1638 die Weiheformel an die „gütigste Herrin Bayerns und mächtigste Schützerin“. 

Aus dieser Zeit stammt auch ein altes Münchner Marienlied. Sie finden es im Gotteslob unter der Nummer 827. Darin heißt es. „Auf hoher Säule ragt dein Bild, du Schutzfrau Bayerns wundermild, Maria bitt für uns! Das liebe Kind auf deinem Arm des ganzen Volkes sich erbarm!“
Die Mariensäule war somit der symbolische Mittelpunkt des Landes, die Gottesmutter die eigentliche Lehensherrin. Der absolutistische Fürst handelte in ihrem Namen und legte an diesem zentralen Platz ein öffentliches - sowohl politisches wie konfessionelles - Bekenntnis ab. In einem eigenen Erlass forderte Maximilian von allen Untertanen, dass die Mariensäule „in gebierender veneration, und respect erhalten, insbesonderheit alle unsauberkheiten und verunehrungen verhietet und abgestelt werden.“ 
Quasi „Leben und leben lassen, ja, aber selbstverständlich nach unserer Façon“. Mit der Ökumene war es damals noch nicht allzu weit her, jauuul. 
Während des Ersten Weltkriegs und kurz vor dem Ende der bayerischen Monarchie, richtete König Ludwig III. (1913-1918) zusammen mit seiner Frau Marie Therese an Papst Benedikt XV. die Bitten, »1. daß die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria als Patronin der Bayern durch den Apostolischen Stuhl erklärt werde, 2. daß ein besonderes Fest dieser Jungfrau Maria unter dem Titel Patrons Bavariae alljährlich im Marienmonat, am 14. Mai, in ganz Bayern gefeiert werden dürfe“. Der Papst genehmigte es natürlich.  

Am 14. Mai 1916 wurde das Fest in München erstmals begangen, ein Jahr später in allen bayerischen Diözesen. Die Freisinger Bischofskonferenz legte 1970 den Festtermin auf den 1. Mai, so dass er bis heute den Auftakt zum „Marienmonat“ bildet.

Soweit für heute mein kleiner geschichtlicher Exkurs. Nun ist es aber Zeit für ein oder auch zwei Hunde-Leckerli. Und vielleicht zünden Sie ja mal in einer unserer Kirchen ein Kerzerl für die Gottesmutter an, gerade jetzt im Mai? Wie wär’s?

Herzlichst, Eure Fanny!