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Pfarrverband Isarvorstadt

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Fannys Dienst-Tag im Juni 2026


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Ein freundliches Wuff allen miteinander.

Ich bin’s wieder, Eure Fanny.

Jetzt ist Erdbeerzeit. Und auch ich habe mich diesmal ganz dieser himmlischen Frucht gewidmet, jauuuul. Mein Erdbeerhütchen macht mir so schnell keiner nach. Und auch der gut gefüllte Korb steht nicht ohne Grund vor mir: Hunde dürfen nämlich auch von Erdbeeren naschen, gell, da schaut Ihr? Einschlägige Hunderatgeber im Internet formulieren das wie folgt:
„Ob als kleines Leckerli zwischendurch oder als fruchtige Zugabe zum Futter – in passender Menge angeboten, dürfen Hunde Erdbeeren fressen. Sie zählen zu den Obstsorten, die nicht giftig für sie sind, sondern viele Fellnasen gut vertragen. Die Frucht ist leicht bekömmlich und bringt eine angenehme Abwechslung in die Ernährung. Dank ihres hohen Wasseranteils sind leicht gekühlte Erdbeeren besonders an warmen Tagen zudem eine willkommene Erfrischung im Napf.“ Jawoll, so schaut‘s aus, wuff!

Doch auch der Mensch mag natürlich die roten süßen Früchtchen. Sie spielen schon seit der Steinzeit eine Rolle in der menschlichen Ernährung, wie archäologische Funde belegen, damals natürlich noch nicht unsere heutigen großen Züchtungen, sondern die kleinen ursprünglichen Walderdbeeren.
Auch in der Antike war die Erdbeere sehr beliebt, für die Römer stellte sie eine Erinnerung an paradiesische Zeiten dar. In Ovids „Metamorphosen“ heißt es, dass die Erdbeere, lateinisch „fragum", die Speise der Menschen im Goldenen Zeitalter gewesen sei:
„Und die Menschen, zufrieden mit zwanglos gewachsenen Speisen,
sammelten Früchte des Erdbeerbaums, Erdbeeren der Berge,
Kornelkirschen, in stachligen Brombeersträuchern die Früchte
und die Eicheln, die Jupiters Baum, der breite, gespendet.“

Naja, da steckt auch eine bisserl dichterische Freiheit mit drin, ganz klar.
„Rot wie die Liebe, süß wie die Sünde“ - sexuelle Konnotationen, wie kann es anders sein, gingen selbstverständlich mit der Frucht auch einher, etwa als Symbol für die Liebesgöttin Venus. Die noch kleine harte grüne Erdbeere, die reifend süß, weich und rot wird, galt zudem Sinnbild der Geschlechtsreife und Liebesbereitschaft. Die sinnlichen Früchterl weckten zudem optisch bei manchen Zeitgenossen auch Assoziationen zur weiblichen Brustwarze, hui…
Da mussten die christlichen Tugendwächter natürlich ein bisserl korrigierend eingreifen. Ließen die ersten Christen Erdbeeren als Vorgeschmack auf das Paradies noch auf den Gräbern wachsen, so musste bald die Muttergottes herhalten, um allzu erotische Fantasien zu unterbinden. In der Bibel indes kommt die Erdbeere nicht vor.
Da die Erdbeerpflanze gleichzeitig blühen und Früchte tragen kann, wurde sie flugs zu einem Symbol der jungfräulichen Mutterschaft Mariens, der niedrige Wuchs stand schon bald für Bescheidenheit und Demut.
Die fünf Blütenblätter waren ein Hinweis auf die fünf Wunden Christi, die kleinen roten Früchte erinnerten an seine Blutstropfen, die dreiteiligen Blätter schließlich wurden als Symbol der Dreieinigkeit gesehen.
So deutete also jeder je nach Bedarf an der Frucht herum.

Wie auch immer, fest steht, dass Erdbeeren nur im Frühsommer wirklich schmecken, wenn sie vor der eigenen Haustür wachsen, und man auf Flugware oder wenn sie von sonst wo zu uns hergekarrt werden, lieber verzichten sollte. Es ist halt eine klassische Saisonfrucht.
Und daher bin ich sehr gespannt, ob auf dem großen Kuchenbuffet bei unserem internationalen Pfarrfest am Sonntag, 28. Juni, auch mehrere Erdbeerkuchen oder -torten vertreten sein werden. Schön wär’s, denn wie schon eingangs gesagt, jetzt ist Erdbeerzeit.

Herzlichst, Eure Fanny!