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Fannys Dienst-Tag im August 2026


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Ein freundliches Wuff allen miteinander.

Ein freundliches Wuff allen miteinander! 
Ich bin’s wieder, Eure Fanny.

Ich bin ganz gechillt, schließlich ist jetzt Urlaubs- und Ferienzeit, Gelegenheit zum Durchschnaufen und Abschalten, zur Erholung und zum Seele-Baumeln-Lassen, und was es noch für Worte und Bezeichnungen hierfür gibt, wie etwa auch der alte Begriff „Müßiggang“. 

Obgleich, damit hatte man im kirchlichen Bereich immer so seine Probleme. „Müßiggang ist aller Laster Anfang“, lautete etwa ein Sprichwort, was ausdrücken wollte, dass Faulheit und ständiges Nichtstun den Menschen zu schlechten Taten oder unvernünftigem Verhalten verleiten. 

Daher waren Ordensgründer in dieser Beziehung auch recht klar einer Meinung. Der heilige Benedikt stellt kurz und knapp in seiner Regel fest: „Müßiggang ist der Seele Feind.“  (Reg 48,1). Und auch der heilige Franziskus hält in seinem Testament fest: „Und ich arbeitete mit meinen Händen und will arbeiten; und ich will nachdrücklich, dass alle anderen Brüder eine Handarbeit verrichten, die ehrbar ist. Die es nicht können, sollen es lernen, nicht aus dem Verlangen, Lohn für die Arbeit zu erhalten, sondern um ein Beispiel zu geben und den Müßiggang zu vertreiben.“ (Test 20-21)

Doch die Skepsis gegenüber dem „dolce far niente“ beginnt noch viel früher. Schon Paulus, selbst übrigens gelernter Zeltmacher, verteufelte gerne das Nichtstun, wenn es etwa in seinem zweiten Brief an die Thessalonicher heißt: „Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.“ (2 Thess, 3, 10) Und nur wenig später: „Wir hören aber, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten.“ (2 Thess 3,11).

Da war Jesus selbst etwas entspannter, der wusste sehr wohl um den Wert von Ruhe und Erholung. Er wandte etwa den Blick auf die Vögel des Himmels und die Lilien auf dem Felde, für die der Vater im Himmel sorgt, dass sie nicht zugrunde gehen. Daran sollten sich seine Jüngerinnen und Jünger ein Beispiel nehmen: „Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn nach alldem streben die Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Sucht aber zuerst sein Reich und seine Gerechtigkeit; dann wird euch alles andere dazugegeben.“ (Mt 6,31-33). Und schließlich stammt auch dieser Satz von ihm: „Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus!“ (Mk, 6,31).

Er hatte also keine Angst, dass seine Schäflein bei einer kleinen Auszeit gleich auf dumme Gedanken kämen, wuff.

Also wie soll man es denn nun halten? Ich denke, es steckt in beiden Sichten ein wahrer Kern. So ist wichtig, einen persönlich guten Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit zu finden. Und es ist gut und richtig, seine Freizeit sinnvoll zu verbringen und nicht einfach nur gelangweilt totzuschlagen (klar, darf auch mal sein, sollte aber nicht die Regel sein). 

So eine Auszeit vom Alltag haben wir übrigens auch jede Woche mit unserem Sonntag. Unsere Sonntagsruhe, welche sich aus dem jüdischen Sabbat entwickelt hat. Und wie Jesus klarstellt: Der Sabbat ist für den Menschen da und nicht umgekehrt (vgl. Mk 2,27).  Wer daher aus Profitgier und schnödem Konsumdenken an eine Aushöhlung und Aufweichung der Sonntagsruhe denkt, befindet sich meiner Ansicht nach auf dem Holzweg, aber das wäre mal ein ganz anderes Thema, jauuul. 

Ich wünsche Euch allen eine schöne Ferienzenit, erholt Euch gut und bis September!

Herzlichst, Eure Fanny!