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Pfarrverband Isarvorstadt

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Fannys Dienst-Tag im November 2026


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Ein freundliches Wuff allen miteinander!

Ich bin’s wieder, Eure Fanny.

Ich sitze nach wie vor im bunten Laub vor dem Pfarrbüro. Passend zum November und dem in diesem Monat üblichen Totengedenken habe ich zwei rote Grablichter vor mir platziert, ich finde, damit schaue ich auf dem Foto sehr würdig und seriös aus. Mein schwarzes Fell passt hervorragend zu dieser Szene, fast fühle ich mich wie ein Trauerredner.
Und in meinen Gedanken hat sich eine große Menschenmenge vor mir versammelt, die auf meine tröstenden Worte und meinen Zuspruch wartet. Ich räuspere mich, ein-, zweimal. „Verehrte Trauergemeinde“, höre ich mich dann sagen – und breche ab. Ich komme ins Grübeln. Was würde ich denn tatsächlich in so einer Situation am besten sagen?

Plötzlich muss ich an eine Stelle in der Hiob-Geschichte im Alten Testament denken, wo seine drei Freunde Elifas, Bildad und Zofar (coole Namen, oder?) beschließen, den armen und leidenden Hiob zu besuchen „um ihm ihre Teilnahme zu bezeigen und um ihn zu trösten“. Doch Hiob ist so am Ende, dass sie ihn kaum erkennen: „Sie schrien auf und weinten. Jeder zerriss sein Gewand; sie streuten Asche über ihr Haupt gegen den Himmel“. Und dann kommt ein bemerkenswerter Satz: „Sie saßen bei ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nächte und keiner sprach ein Wort zu ihm. Denn sie sahen, dass der Schmerz sehr groß war.“ (Hi 2,13)

Ich kann das gut verstehen. Als Hund lege ich dann gerne meinen Kopf in den Schoß des Menschen. Eine schöne Geste, die keiner Erklärung bedarf. Meistens beginnen sie dann ganz von selbst mir den Kopf zu kraulen. Oder ich schaue mein Gegenüber mit meinem sprichwörtlichen treuen Hundeblick an, das genügt auch oft schon, um meine Anteilnahme und Zuwendung zu bekunden. Vielleicht dazu noch ein leichte Schwanzwedeln, so einfach ist das.
Ach, wir Hunde haben es in dieser Beziehung viel einfacher als ihr Menschen, die Ihr Euch oft so schwer tut, Eure Gefühle zu zeigen oder diese in Worten auszudrücken. Doch, wie die Hiob-Geschichte beweist, sind in manchen Situationen Worte gar nicht notwendig oder sogar fehl am Platz. Es genügt ein stiller Blick, eine freundliche Geste, eine Umarmung, das bloße Dasein in diesem Moment.
Oft bekomme ich, wenn ich still und freundlich unseren Besuchern im Pfarrbüro Gesellschaft leiste, dann ein oder zwei Hunde-Leckerli. Es ist der Versuch der Menschen, mir, wiederum mit einer Geste, zu zeigen, dass sie sich über mich und meine Präsenz freuen.

Als erfahrener Pfarrbürohund kann also ich nur dazu ermuntern, nicht immer so viel zu reden und große Worte zu machen, auf irgendwelche Phrasen oder stereotype Floskeln zurückzugreifen und dabei nichts, außer viel heißer Luft zu produzieren, sondern sich von der Situation berühren zu lassen und unmittelbar auf sie und sein Gegenüber zu reagieren. Unser aller Miteinander wäre dann sicherlich ein anderes, wuff.
 
Herzlichst, Eure Fanny!