Vikar Wirzerger reicht im Altarraum allen Erstkommunikanten die Hostie.
Text und Fotos: Monika Konnert
Elf Kinder feiern in Neukirchen ihre Erstkommunion
Am Sonntag nach Christi Himmelfahrt haben in Neukirchen elf Kinder die Erstkommunion empfangen. Es war die vierte und letzte Erstkommunionfeier dieses Jahres im Pfarrverband Teisendorf. Die fünf Mädchen und sechs Buben waren in zwei Gruppen von vier Erstkommunionmüttern auf das Fest vorbereitet worden. Die geistliche Begleitung hatte Pfarrvikar Korbinian Wirzberger, der auch die Gottesdienste mit Empfang der Erstkommunion zelebrierte.
Unter den festlichen Klängen der Musikkapelle Neukirchen zogen die Erstkommunikanten zusammen mit Pfarrvikar Korbinian Wirzberger vom Pfarrheim zur festlich mit weiß-gelber Wiesenblumen geschmückten Kirche. Nach dem Einzug sangen die Erstkommunionkinder das, was sie an diesem Tag erwarteten: „Dieser Tag soll fröhlich sein, so wie heller Sonnenschein“. Begleitet wurden sie von Birgit Maier auf der Gitarre. Im weiteren Verkauf des Gottesdienstes sang der Rhythmuschor Klangspiel unter der Leitung von Birgit Maier frohe, schwungvolle Lieder.
Nach dem Einzug der Kinder füllte sich die kleine Kirche schnell bis auf den letzten Platz, denn neben den Eltern waren noch viele Großeltern und weitere Verwandte und Freunde gekommen, um mitzufeiern. „Die Natur, die Kirche und auch ihr, liebe Erstkommunikanten, habt Euch ein Festgewand angezogen“, sagte Pfarrvikar Wirzberger zur Begrüßung.
Die Kyrierufe und die Fürbitten nach der Predigt trugen Erstkommunikanten vor. So zog der Pfarrvikar die Kinder in „ihren“ Gottesdienst ein, was die Feier lebendig machte.
Zur Predigt hatte Pfarrvikar Korbinian Wirzberger verschiedene Dinge mitgebracht „zum Anschauen und Anfassen“ wie er sagte. Das habe er auf seinem ersten Bildungsweg zum Hauptschullehrer gelernt, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu gewinnen. Er zeigte den Zuhörern ein Stück Holz, ein bemaltes Blatt Papier und eine Tupperdose Hostien drin. Solange es keinen persönlichen Bezug zu diesen Dingen gibt, sind sie für den Betrachter nichts Besonderes, erklärte er. Wenn dann aber aus dem Holz eine Heiligenfigur geschnitzt wird oder auf das Blatt Papier ein Foto gedruckt, beide mit persönlichem Bezug, dann werden diese banalen Dinge, Holz und Paper wertvoll für den Menschen, dem sie gehören. Und wenn die Hostie durch die Wandlung für die Christen zum Leib Jesu wird, ist sie unbezahlbar wertvoll. Deshalb ist auch die Erstkommunion nicht der Empfang eines wertlosen Stück ungesäuerten Brotes, sondern als Leib Jesu etwas ganz Besonderes, dass jeden spüren läßt, „Jesus ist jetzt bei mir, er hat mich lieb und wird mich immer beschützen“, sagte Wirzberger.
Zum Vater Unser wurden die Kinder eingeladen zum Altar zu kommen und dort einen Kreis gemeinsam mit dem Zelebranten, den Ministranten und der Mesnerin zu bilden. In diesem Kreis blieben sie auch zum Empfang der Heiligen Kommunion. Jedem Kind wurde die Hostie gereicht, der Kommunionempfang geschah dann von allen im gleichen Moment.
Zum Schluss dankte der Pfarrvikar allen, die geholfen haben, dass dieser Tag feierlich ablaufen konnte, den Kommunionsmüttern, der Religionslehrerin, die das Thema im Schulunterricht vertieft hat, dem Chor, für die musikalische Gestaltung, der Mesnerin für alle Vorbereitungen in der Kirche. „Der Segen Gottes möge Dich umarmen“ sang der Chor zum Auszug. Dieser Segen soll die Erstkommunikanten nach diesem fröhlichen und sonnigen Tag ein Leben lang begleiten.
Die Erstkommunionkinder 2026 in St. Ulrich mit Pfarrvikar Korbinian Wirzberger (rechts hinten) und Ministranten.