Die Berglerner Pfarrkirche ist ein stattlicher Saalbau mit eingezogenem, in drei Seiten eines Achtecks schließendem Chor im Osten und einem wuchtigen Turm im nördlichen Chorwinkel. Das fünfjochige Langhaus ist durch farblich abgesetzte Rechteckblenden – darin die hochliegenden Korbbogenfenster – klar gegliedert. Das Gotteshaus betritt man durch einen kleinen Portalvorbau auf der westlichen Langhaussüdseite. Die Sakristei ist als Anbau an der Chorwand in der Verlängerung der Kirchenachse ausgeführt.
Der gegenwärtige Kirchenbau stammt größtenteils aus dem Barock, Chor und Turm sind in ihrem Kern noch gotischen Ursprungs. 1734/35 entstand nach den Plänen des Münchner Baumeisters Michael Pröbstl das neue barocke Kirchenschiff. Die Bauausführung erfolgte durch den jungen Erdinger Baumeister Johann Baptist Lethner, der 1778 auch eine Turmerhöhung ausführte. Die Wände des Chores, deren Erhöhung wohl zwischen 1734 und 1778 erfolgt sein dürfte, stammen bis auf das obere Viertel noch vom gotischen Vorgängerbau.
Im Rahmen einer ersten Innenrenovierung um 1785 wurden farbige Akzente zur Steigerung des künstlerischen Konzepts im Sinne des Rokoko gesetzt. Die ursprünglichen Kreuzwegbilder aus dem Jahr 1736, die Anfang des 19. Jahrhunderts übermalt worden waren, wurden bei der Kirchenrestaurierung 1922/23 wieder frei gelegt. Dieser großformatige Kreuzwegzyklus in Fresko-Technik stellt in Oberbayern eine Seltenheit dar. Die Kirche erhielt 1921 drei neue Glocken mit einem Gesamtgewicht von 1775 kg, allesamt aus der Werkstatt des Erdinger Glockengießers Bachmair. 1958/59 wurde die Pfarrkirche einer grundlegenden Innenrenovierung unterzogen. Diese beinhaltete die Wiederherstellung der ursprünglich schwarz-braunen Farbgebung und Marmorierung des Hochaltars, die Freilegung von Inschriften und Auffrischung aller Fresken, die Neufassung sämtlicher Figuren, die Entfernung des Altarblätter von 1862 und die Wiedereinsetzung des alten Hochaltarbildes von Aiglstorffer (1738) sowie die Aufstellung verschiedener Skulpturen. Seit der letzten Innenrenovierung im Jahre 2023 erstrahlt unsere Pfarrkirche im neuen Glanz.
Die Pfarrkirche St. Peter & Paul ist eine stattliche Landkirche mit klaren architektonischen Formen im Stile des Hochbarocks. Inmitten des Ortes, leicht erhöht gelegen und von Weitem sichtbar, bildet sie mit dem angrenzenden Pfarrhof samt großem Garten ein idyllisches Ensemble.
Weitere Informationen zur Geschichte der Gemeinde Berglern und der Baugeschichte, dem Außenbau, dem Innenraum, der Altäre und der Ausstattung unserer Pfarrkirche entnehmen Sie bitte unserem Kirchenführer. Dieser liegt kostenpflichtig in unserer Kirche aus.
Die Filialkirche St. Andreas befindet sich in Niederlern im ummauerten Friedhof an zentraler Stelle. Das Langhaus wird durch Wandpilaster und hochliegende Querovalfenster unter einem Stichkappengewölbe gegliedert Den Chor überspannt ein Kreuzgratgewölbe.
An das dreijochige Langhaus schließt der eingezogene, einachsige Rechteckchor. Der Westturm besitzt einen quadratischen Unter- und einen oktogonalen Oberbau mit Zwiebelhelm. An der Südwand befinden sich zwei kleine Anbauten mit Pultdach: das Portal sowie das ehemalige Beinhaus. Die eingeschossige, rechteckige Sakristei lehnt sich an die Chorostwand an.
Der barocke Kirchenbau wurde 1678 von dem Erdinger Baumeister Hans Kogler auf mittelalterlichem Kern errichtet. Am 14. September 1698 weihte der Freisinger Fürstbischof Johann Franz Freiherr von Eckkher die Kirche samt dreier Altäre. Um 1810 lief St. Andreas Gefahr abgebrochen zu werden. Die Niederlerner wandten sich gegen dieses Unterfangen und hatten mit ihrer Bittschrift an den Freisinger Bischof Erfolg.
Ende 1900 wurde der Ankauf zweier neuer Glocken vom Glockengießer Bachmair aus Erding - mit einem Gesamtgewicht von 11 Zentnern – kuratelamtlich genehmigt. Eine neue 350 kg schwere Glocke wird wiederum von Bachmair/Erding im Jahre 1921 erworben. Im Jahre 1914 erfolgte der Ankauf einer gebrauchten, um 1840 gefertigten Orgel. Diese, mittlerweile denkmalgeschützte Orgel wurde 1993 überholt und verrichtet seither treu ihre Dienste. Das 1951 durch den Gautinger Kunstmaler Adolf Kleemann geschaffene Deckengemälde zeigt das Martyrium des hl. Andreas. 14 Kreuzwegstationen ,mit zeitgleichen Rahmen umziehen den Innenraum. Sie sind stilistisch an die Kreuzwegfenster der Pfarrkirche angelehnt. Am 05.12.1998 konnte Weihbischof Bernhard Haßlberger den vom Münchner Bildhauer Max Faller geschaffenen Volksaltar und den Ambo feierlich einweihen.
Die Innenausstattung des 17. Jahrhunderts, mit den drei schwarz-gold gefassten Altären und der Kanzel sowie die Emporbrüstung mit der Darstellung der 12 Apostel von 1820 sind weitestgehend im originalen hochbarocken Zustand erhalten. St. Andreas stellt somit ein barockes Kleinod dar, wie es in dieser Form im näheren Umkreis nur noch selten zu finden ist.
Weitere Informationen zur Geschichte der Gemeinde Berglern und der Baugeschichte, dem Außenbau, dem Innenraum, der Altäre und der Ausstattung unserer Filialkirche entnehmen Sie bitte unserem Kirchenführer. Dieser liegt kostenpflichtig in unserer Kirche aus.
Als weiteres religiöses Gebäude in der Pfarrei darf die Kapelle zur Hl. Dreifaltigkeit in Mitterlern nicht unerwähnt bleiben. Sie gehört der Landwirtsfamilie Riedl. Sie zählt zu den größeren Kapellen im Landkreis Erding, wurde 1867 errichtet und ist mit guter ländlichbarocker Ausstattung versehen.