3. Sonntag der österlichen Bußzeit Lesejahr A
1. Lesung: Ex 17,3-7
[1 Die ganze Gemeinde der Israeliten zog von der Wüste Sin weiter,
einen Tagesmarsch nach dem anderen,
wie es der HERR jeweils bestimmte.
In Refidim schlugen sie ihr Lager auf,
aber das Volk hatte kein Wasser zu trinken.
2 Da geriet es mit Mose in Streit und sagte:
Gebt uns Wasser zu trinken!
Mose antwortete ihnen:
Was streitet ihr mit mir?
Warum stellt ihr den HERRN auf die Probe?]
3 In jenen Tagen
dürstete das Volk nach Wasser
und murrte gegen Mose.
Sie sagten:
Wozu hast du uns überhaupt aus Ägypten heraufgeführt,
um mich und meine Söhne und mein Vieh
vor Durst sterben zu lassen?
4 Mose schrie zum HERRN:
Was soll ich mit diesem Volk anfangen?
Es fehlt nur wenig und sie steinigen mich.
5 Der HERR antwortete Mose:
Geh am Volk vorbei
und nimm einige von den Ältesten Israels mit;
nimm auch den Stab in die Hand,
mit dem du auf den Nil geschlagen hast,
und geh!
6 Siehe,
dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen.
Dann schlag an den Felsen!
Es wird Wasser herauskommen
und das Volk kann trinken.
Das tat Mose vor den Augen der Ältesten Israels.
7 Den Ort nannte er Massa und Meríba, Probe und Streit,
weil die Israeliten gehadert
und den HERRN auf die Probe gestellt hatten,
indem sie sagten: Ist der HERR in unserer Mitte oder nicht?
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2. Lesung: Eph 5,8-14
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Éphesus.
Schwestern und Brüder!
8 Einst wart ihr Finsternis,
jetzt aber seid ihr Licht im Herrn.
Lebt als Kinder des Lichts!
9 Denn das Licht
bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.
10 Prüft, was dem Herrn gefällt,
11 und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis,
die keine Frucht bringen,
deckt sie vielmehr auf!
12 Denn von dem, was sie heimlich tun,
auch nur zu reden, ist schändlich.
13 Alles, was aufgedeckt ist,
wird vom Licht erleuchtet.
14 Denn alles Erleuchtete ist Licht.
Deshalb heißt es:
Wach auf, du Schläfer,
und steh auf von den Toten
und Christus wird dein Licht sein.
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Evangelium: Joh 4,5-42
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener Zeit
5 kam Jesus zu einer Stadt in Samárien, die Sychar hieß
und nahe bei dem Grundstück lag,
das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte.
6 Dort befand sich der Jakobsbrunnen.
Jesus war müde von der Reise
und setzte sich daher an den Brunnen;
es war um die sechste Stunde.
7 Da kam eine Frau aus Samárien, um Wasser zu schöpfen.
Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken!
8 Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen,
um etwas zum Essen zu kaufen.
9 Die Samaríterin sagte zu ihm:
Wie kannst du als Jude
mich, eine Samaríterin, um etwas zu trinken bitten?
Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samarítern.
10 Jesus antwortete ihr:
Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht
und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!,
dann hättest du ihn gebeten
und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.
11 Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß
und der Brunnen ist tief;
woher hast du also das lebendige Wasser?
12 Bist du etwa größer als unser Vater Jakob,
der uns den Brunnen gegeben
und selbst daraus getrunken hat,
wie seine Söhne und seine Herden?
13 Jesus antwortete ihr:
Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen;
14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde,
wird niemals mehr Durst haben;
vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe,
in ihm zu einer Quelle werden,
deren Wasser ins ewige Leben fließt.
15 Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser,
damit ich keinen Durst mehr habe
und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen!
16 Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann
und komm wieder her!
17 Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann.
Jesus sagte zu ihr:
Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann.
18 Denn fünf Männer hast du gehabt
und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann.
Damit hast du die Wahrheit gesagt.
19 Die Frau sagte zu ihm:
Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
20 Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet;
ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss.
21 Jesus sprach zu ihr:
Glaube mir, Frau, die Stunde kommt,
zu der ihr weder auf diesem Berg
noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt,
wir beten an, was wir kennen;
denn das Heil kommt von den Juden.
23 Aber die Stunde kommt und sie ist schon da,
zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden
im Geist und in der Wahrheit;
denn so will der Vater angebetet werden.
24 Gott ist Geist
und alle, die ihn anbeten,
müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.
25 Die Frau sagte zu ihm:
Ich weiß, dass der Messias kommt,
der Christus heißt.
Wenn er kommt,
wird er uns alles verkünden.
26 Da sagte Jesus zu ihr:
Ich bin es, der mit dir spricht.
27 Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen.
Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach,
doch keiner sagte: Was suchst du?
oder: Was redest du mit ihr?
28 Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen,
kehrte zurück in die Stadt
und sagte zu den Leuten:
29 Kommt her, seht, da ist ein Mensch,
der mir alles gesagt hat, was ich getan habe:
Ist er vielleicht der Christus?
30 Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm.
31 Währenddessen baten ihn seine Jünger: Rabbi, iss!
32 Er aber sagte zu ihnen:
Ich habe eine Speise zu essen,
die ihr nicht kennt.
33 Da sagten die Jünger zueinander:
Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht?
34 Jesus sprach zu ihnen:
Meine Speise ist es,
den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat,
und sein Werk zu vollenden.
35 Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte?
Sieh, ich sage euch: Erhebt eure Augen
und seht, dass die Felder schon weiß sind zur Ernte!
36 Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn
und sammelt Frucht für das ewige Leben,
sodass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen.
37 Denn hier hat das Sprichwort recht:
Einer sät und ein anderer erntet.
38 Ich habe euch gesandt
zu ernten, wofür ihr euch nicht abgemüht habt;
andere haben sich abgemüht
und euch ist ihre Mühe zugutegekommen.
39 Aus jener Stadt kamen viele Samaríter zum Glauben an Jesus
auf das Wort der Frau hin,
die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.
40 Als die Samaríter zu ihm kamen,
baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben;
und er blieb dort zwei Tage.
41 Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn
aufgrund seiner eigenen Worte.
42 Und zu der Frau sagten sie:
Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir,
denn wir haben selbst gehört
und wissen:
Er ist wirklich der Retter der Welt.
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Live-Streams von Gottesdiensten im Erzbistum
unter https://www.erzbistum-muenchen.de/stream live (Link) Seit Sonntag, 15. März 2020, wird fast täglich ein Gottesdienst aus dem Münchner Liebfrauendom live im Internet und im Radio übertragen. Aktuell finden die Übertragungen sonn- und feiertags jeweils um 10 Uhr statt sowie montags bis freitags um 18 Uhr. Bei besonderen Anlässen werden auch Gottesdienste zu anderen Zeiten oder aus anderen Kirchen des Erzbistums übertragen. Sie sind herzlich zum Mitfeiern eingeladen!
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