Wenn ein Mensch stirbt, verändert sich vieles. Trauer kann ganz unterschiedlich aussehen: Sie kann traurig machen, wütend oder sprachlos – manchmal ist da auch Erleichterung, Leere oder einfach nur das Gefühl, nicht zu wissen, wie es weitergehen soll.
Trauer braucht Zeit. Und sie braucht Menschen, die zuhören, aushalten und da sind.
Im Dekanat Werdenfels-Rottenbuch möchten wir Menschen in ihrer Trauer nicht alleine lassen.
Unsere Seelsorgenden haben ein offenes Ohr für Sie – unabhängig davon, wie lange der Verlust zurückliegt oder wie Ihre ganz persönliche Trauer aussieht.
Manchmal tut es gut, einfach erzählen zu können. Manchmal braucht es einen Menschen, der ein Stück des Weges mitgeht. Und manchmal hilft es, gemeinsam nach Worten, Ritualen oder einem neuen Umgang mit dem Verlust zu suchen.
Wenn Sie jemanden zum Reden brauchen, sind wir für Sie da.
Auf dieser Seite finden Sie Angebote und Ansprechpersonen rund um Trauer und Abschied im Dekanat Werdenfels-Rottenbuch.
Wenn Sie in einer akuten Notlage sind: Rufen Sie Hilfe über die
Notrufnummer 112Hier gibt es einen Flyer mit wichtigen Telefonnummer.Hilfe bei psychischen Krisen: “Die Krisendienste Bayern sind ein psychosoziales Beratungs- und Hilfeangebot für die Bürgerinnen und Bürger Bayerns. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 / 655 3000 erhalten Menschen in seelischen Krisen, Angehörige Mitbetroffene qualifizierte Beratung und und Unterstützung. Auch Fachstellen können sich an sie wenden. Wir sind täglich rund um die Uhr erreichbar. Zögern Sie nicht, rufen Sie an! Wir hören zu, klären mit Ihnen gemeinsam die Situation und zeigen Wege aus der Krise auf. Wenn nötig, kommt ein mobiles Einsatzteam zu Ihnen vor Ort und steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.”
„Wer diese Nummer wählt, hat schon gewonnen“
Sie sind nicht allein –
Unterstützung in schwierigen Lebenslagen bietet auch die Telefonseelsorge!
Tel: 0800 1110111 /
0800 1110222oder
116 123Sie können mit der Telefonseelsorge telefonieren, mailen, chatten oder direkt in die persönliche Beratung kommen.
Hilfe zur Selbsthilfe bietet die App KrisenKompass.
Für wen sind Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger da?
Menschen in Not zu begleiten, das ist die Aufgabe der Notfallseelsorge und ein wichtiger Dienst der Kirche.
Es handelt sich also um Angehörige nach einem Todesfall, Hinterbliebene nach einem Suizid, Augen- und Ohrenzeugen, die gerade etwas schreckliches erlebt haben, Vermissende, Opfer.
Angehörige, denen eine Todesnachricht durch die Polizei überbracht werden muss.
Ansprechpartner bei uns im Dekanat:
Für persönliche Gespräche und individuelle Begleitung können Sie sich gerne an die Seelsorgenden wenden, die Sie bereits im Rahmen der Beerdigung begleitet haben. Auch die Seelsorgenden der Krankenpastoral stehen Ihnen für Gespräche in der Zeit der Trauer gerne zur Verfügung.
Gerade als Erwachsene versuchen wir oft, weiterzumachen und zu funktionieren. Doch Trauer braucht Raum und Zeit. Es kann helfen, über das Erlebte zu sprechen, Erinnerungen zu teilen oder einfach jemanden an der Seite zu haben, der zuhört.
Der
Trostkorb möchte dabei unterstützen, durch verschiedene Materialien und Möglichkeiten über den Tod, den Verlust und die damit verbundenen Emotionen in Kontakt zu kommen und sie zum Ausdruck zu bringen.
- ehrlich über den Tod sprechen und den Tod beim Namen nennen, denn Kinder verstehen Worte wörtlich.
Sätze wie " Oma ist eingeschlafen" können Angst machen. "Oma ist gestorben" ist klar und verständlich. Es gibt Sicherheit, auch wenn es weh tut.
- Kinder spüren mehr, als wir denken.
Sie merken, wenn etwas nicht stimmt. Wenn wir traurig sind. Wenn wir uns verstellen.
Ehrlichkeit schafft Vertrauen und gibt Kindern Sicherheit.
- Kinder stellen Fragen, wenn sie etwas wissen wollen oder etwas sie beschäftigt.
Antworten, die kurz und verständlich sind helfen Kinder weiter. Offen bleiben für weitere Fragen.
- Kinder trauern. Sie weinen. Sie lachen. Sie fragen. Sie spielen. Und das bedeutet nicht, dass sie weniger fühlen, sondern dass sie Trauer auf ihre Weise verarbeiten.
- Als Erwachsene müssen wir nicht alles richtig machen. Es gibt keine perfekte Anleitung, die durch die Trauer führt.
Texte nach Frengels.de Instagram Post 6.Juli 2026
Wenn uns die Trauer lähmt, kann Pilgern dabei helfen, innerlich wieder in Gang zu kommen. Die Stunden am Fluss können auch in uns wieder das Leben ins Fließen bringen. Die Vielfalt der Natur wird uns dabei zum Spiegel der inneren Vielfalt.
Wir erleben gemeinsam die heilsamen Kräfte der Natur, lassen uns von ihr trösten, atmen auf, gewinnen eine Ahnung davon, wie es ist, wieder mehr Momente des inneren Friedens zu spüren. Die Natur leitet uns auch dabei an, der Trauer, dem Schmerz, dem Verlust und unserer Dankbarkeit einen Ausdruck zu geben: Dabei können uns Naturmaterialien zum äußeren Symbol werden für das, was gerade in unserem Inneren da ist.
Der Hospizverein Werdenfels bietet ein Trauercafé in Garmisch-Partenkirchen und auch die Möglichkeit zu kreativer Trauerarbeit an:
Hospizverein Werdenfels e.V. Bitte melden Sie sich für die Veranstaltungen an.
Der Hospizverein Pfaffenwinkel bietet eine offene Trauergruppe in Penzberg an:
Termine & Veranstaltungen – Hospizverein im Pfaffenwinkel e.V.
Nutzen Sie gerne diese Angebote und lassen Sie sich in ihrer Trauer unterstützen!
Die kirchlichen Rituale in den Tagen um Allerheiligen können Trauernden in ihrem Schmerz helfen. Das erläutert die Trauerbegleiterin und Leiterin des Katholischen Bestattungsdienstes München, Heidrun Oberleitner-Reitinger.