Pfarreien Pfaffing und Albaching

Pfaffing, St. Katharina: Birkenstr. 2, 83539 Pfaffing a.d. Attel, Telefon: 08076-395, E-Mail: St-Katharina.Pfaffing@ebmuc.de
Albaching, St. Nikolaus: Schulweg 2, 83544 Albaching, Tel.: 08076-240, E-Mail: St-Nikolaus.Albaching@ebmuc.de
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Pfarrkirche Albaching

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Pfarrkirche Albaching

Die Pfarrkirche St. Nikolaus in Albaching zählt zu den wenigen in der Region erhaltenen Kirchen aus der Zeit des Übergangs von Rokoko zu Klassizismus und gilt als eine der schönsten Landkirchen Bayerns.
Die Wurzeln des Gotteshauses reichen weit zurück: Bereits 818 wird eine Kirche im Ort in den Freisinger Traditionen erwähnt. Über viele Jahrhunderte gehörte Albaching zur Grafschaft Haag, deren Wappen noch heute im Kirchenraum zu entdecken ist. Der heutige Chorraum geht wohl im Kern auf die Spätgotik zurück und ist damit der einzig erhaltene mittelalterliche Teil des Bauwerks.
Ende des 18. Jahrhunderts stand die Gemeinde vor einem großen Umbruch: 1788 wurde der Dachstuhl der alten Kirche als desaströs beschrieben, und 1790 zeigte sich beim Abheben des Dachwerks, dass auch das Mauerwerk stark geschädigt war. Der Entschluss zum Neubau einer deutlich größeren Kirche folgte rasch; die Kosten wurden mit 3000 Gulden veranschlagt. Bereits 1791/92 entstand das farbenprächtige und beeindruckende Deckenfresko des kurfürstlichen Hofmalers zu München Christian Wink, das mit 1000 Gulden zu Buche schlug und bis heute zu den großen Highlights der Kirche zählt.
Zunächst stellte man die alte Ausstattung wieder auf, doch in den folgenden Jahren und Jahrzehnten wurde sie nach und nach durch neue Werke im damals modernen klassizistischen Stil ersetzt. Ein herausragendes Beispiel dieser Phase ist der Empire‑Tabernakel von 1816, der bis heute die klare Formensprache jener Epoche verkörpert.
Auch der Kirchturm hat eine bewegte Geschichte: Der vom Vorgängerbau übernommene Turm wurde 1798 vom Blitz getroffen, schwer beschädigt und schließlich abgetragen. Erst 1812 entstand der neue Westturm – gebaut aus Materialien der zuvor abgerissenen Filialkirchen in Zell, Hochhaus und Hacklthal. Von deren Ausstattung blieben eine spätgotische Marienfigur sowie eine spätbarocke Figur des Hl. Michael erhalten, die heute auf der Orgel steht.
Im Laufe der Zeit wurden viele Ausstattungsstücke dem jeweiligen Zeitgeist angepasst oder ersetzt, sodass die heutige Kirche ein faszinierendes Konglomerat verschiedener Epochen bildet. Den Abschluss dieser Entwicklung markiert die Jann‑Orgel von 1988, die zu den klangschönsten Instrumenten der Region zählt und regelmäßig Besucher wie Musiker begeistert.
Wer die Kirche besucht – sei es privat oder im Rahmen einer Führung – erlebt ein Bauwerk, das nicht nur kunsthistorisch bedeutsam ist, sondern auch durch seine Atmosphäre berührt. Neben der Orgel, dem Hochaltar und der spätgotischen Marienfigur beeindruckt besonders das große Deckenfresko von Christian Wink, das den Raum mit Farbe, Licht und Ausdruckskraft erfüllt.
Die Kirche ist tagsüber geöffnet und lädt dazu ein, in Ruhe entdeckt zu werden. Noch eindrucksvoller wird der Besuch im Rahmen einer Führung, bei der die Geschichte und Besonderheiten des Gotteshauses lebendig werden.
Weitere Infos sowie Termine zu Führungen gibt es bei Kirchenmusiker Kevin Komorek unter der Telefonnummer 08076‑402 oder der Emailadresse kkomorek@t-online.de. Vielen Dank für Ihr Interesse!