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Maria Himmelfahrt, Allach - Sankt Martin, Untermenzing

  

Frühling März 2026

Auf diese Momente warte ich jedes Jahr: Auf das gelbe Leuchten der ersten
Winterlinge in den Gärten; dann das blaue Meer der Krokusse auf den Würmwiesen, schließlich die Explosion von Farben mit den Blüten der Bäume und in den Gärten; nach langen dunklen Wintertagen geht mir da jedes Jahr das Herz auf.

Mit dem Herz aufgehen ist es ansonsten eher schwierig. Zumindest wenn man die allgemeine Lage in unserer Welt verfolgt. Seit Jahren reiht sich eine Krise an die andere und man kommt aus dem Sorgen machen gar nicht mehr heraus.  Das Wort „Krise“ hat sich wie Mehltau in ganz vielen Köpfen und Herzen eingenistet. Hoffnungsvoll und optimistisch in die Welt schauen - das erscheint wie ein Luxus aus vergangenen Zeiten.

Kirchlich gesehen liegt dieser ganze März in der Fastenzeit. Viele verbinden damit weniger essen und trinken (was den meisten von uns sicher nicht schaden könnte). Aber ihm Ursprung der Fastenzeit geht nicht um Verzicht. Es geht um „Umkehr“. Das griechische Wort „metanoia“, das dafür und der Bibel steht, könnte man wörtlich übersetzen mit „den Kopf in die richtige Richtung bringen“. Dabei ist nicht nur Verzicht oder Selbstkasteiung gemeint, sondern dass das ganze Leben wieder in eine gute Richtung kommt, schlechte Blockaden überwindet und seine Lebendigkeit wiedergewinnt. Ich möchte das interpretieren mit „das Herz aufgehen lassen“.

Ich denke, dieses Herz, das sich aufmacht, haben wir derzeit in unserem Land dringend nötig. Deshalb wünsche ich uns allen eine gute und gelingende Fastenzeit. In unserer Pfarreingemeinschaft haben wir auch eine ganze Reihe Angebote dazu. Und das Blühen in der Natur mag uns auch dabei helfen, dass das Herz wieder aufgeht.

Ihr Pfarrer Martin Joseph
Pfarrer Martin Joseph