Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach

Kirchenstr. 26, 83098 Brannenburg, Telefon: 08034-90710, E-Mail: PV-Brannenburg-Flintsbach@ebmuc.de

Teresa von Avila

Vortrag von Dr. Alois Prinz
Donnerstag, 18. Juni 2026, 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstr. 8, 83098 Brannenburg-Degerndorf

 
Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde  Brannenburg, dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung und der Dietrich Bonhoeffer Akademie – Evangelisches Bildungswerk gGmbH 

Eintritt frei 

 
Kurzbeschreibung des Vortrags:
"Eine große, eine einmalige und doch so menschliche und anziehende Persönlichkeit", nannte Papst Paul VI. sie, als er ihr 1970 als erster Frau den Titel "Lehrerin der Kirche" zuerkannte: Teresa von Avila. Zu Lebzeiten geriet sie ins Visier der Inquisition, weil sie entgegen der Tradition einen persönlichen Umgang mit Gott pflegte; sie redete mit ihm wie mit einem Freund. Das machte sie nicht nur bei den Glaubenswächtern verdächtig, sie verstieß damit auch gegen die damals herrschende Auffassung von der geistigen und spirituellen Minderwertigkeit der Frau. Obwohl geistliche Schriften in der Volkssprache verboten waren, verfasste Teresa ihre Lebensgeschichte und beschrieb in mehreren Büchern ihre inneren Erfahrungen. Doch Teresa von Avila war nicht nur eine große Mystikerin des Christentums, sondern vor allem auch eine bodenständige Frau mit großer Tatkraft. Sie unternahm Reisen in ganz Spanien und gründete zahlreiche Klöster, die nicht nur Orte des Gebetes und der Einkehr waren, sondern auch Schutzräume, in denen Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft nach ihren eigenen Vorstellungen leben konnten. Ihre Mitschwestern rief sie dazu auf, sich keine Angst einjagen zu lassen. Sie sollten zeigen, "was in ihnen steckt", damit sie "die Männer in Erstaunen versetzen".


Biographisches:
Alois Prinz, geboren 1958, studierte Germanistik, Politologie und Philosophie an der Hochschule der Jesuiten in München, parallel dazu absolvierte er eine journalistische Ausbildung. Schwerpunkt seiner schriftstellerischen Arbeit sind Biografien; porträtiert hat er u.a. Hannah Arendt, Hermann Hesse, Joseph Goebbels, Franz Kafka, Simone de Beauvoir und Dietrich Bonhoeffer. Für seine Bücher erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 2001 den Evangelischen Buchpreis, 2004 den Deutschen Jugendliteraturpreis für seine Biografie über Ulrike Meinhof, 2007 den Rosenheimer Literaturpreis, 2017 den Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und 2023 den Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für sein Lebenswerk. Er lebt in der Nähe von München.
A. Prinz
Dr. Alois Prinz

Religion und Politik - Eine unselige Verbindung?

Vortrag von Prof. Dr. Mathias Rohe
Donnerstag, 15. Oktober 2026, 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstr. 8, 83098 Brannenburg-Degerndorf


Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg, dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung, der Dietrich Bonhoeffer Akademie – Evangelisches Bildungswerk gGmbH und der Gesellschaft der Freunde Abrahams e.V.

Eintritt frei 
 
 
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Politische Kämpfe im Namen der Religion haben eine unselige Tradition in Europa, aber auch in der islamisch geprägten Welt. Religionen haben aber auch ein friedensstiftendes Potential.
Wie kann man dieses Potential auch politisch ohne Kollateralschäden nutzen? Der Vortrag beleuchtet die Entwicklungen säkularer Rechtsstaaten in Europa und islamisch begründeter Positionen dazu.


Biographisches:
Prof. Dr. Mathias Rohe ist Rechts- und Islamwissenschaftler. Seit 1997 forscht und lehrt er an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist Gründungsdirektor des dortigen Zentrums für Islam und Recht in Europa, hat seit 2006 in allen Phasen an der Deutschen Islam Konferenz mitgewirkt und war Koordinator der vom BMI eingesetzten Unabhängigen Expertenkommission Muslimfeindlichkeit. Er hat zahlreiche Publikationen zum islamischen Recht und zum Islam in Deutschland und Europa vorgelegt.
Rohe
Prof. Dr. Mathias Rohe

Wie das Christentum entstand


Vortrag von Prof. Dr. Klaus Wengst
Donnerstag, 18.3.2027, 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstr. 8, 83098 Brannenburg-Degerndorf

 
Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde  Brannenburg, dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung, der Dietrich Bonhoeffer Akademie – Evangelisches Bildungswerk gGmbH und der Gesellschaft der Freunde Abrahams e.V.

Eintritt frei 
 
 
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Im 1. Jahrhundert gab es noch kein „Christentum“, das sich selbst als solches bezeichnete und verstand. Der Vortrag versucht die Entwicklung nachzuzeichnen, die von einer innerjüdischen Gruppierung über innerjüdischen Streit zur Entstehung eines nicht mehr jüdischen Christentums in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts führt. Dieses Christentum bestimmt seine Identität sofort in schärfster Abgrenzung zum Judentum. Von daher hat das Christentum den Geburtsfehler, judenfeindlich zu sein. Wie ist damit heute umzugehen? Was könnte es positiv für die Christlichkeit des Christentums austragen, wenn die in seinen grundlegenden biblischen Schriften ihm vorgegebene Jüdischkeit wahrgenommen wird?


Biographisches:
Prof. Dr. Klaus Wengst studierte evangelische Theologie und war in Bonn und Bochum Professor. 1991 hatte er einen Studienaufenthalt an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit August 2007 ist er pensioniert. Er war Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag.
Letzte Veröffentlichungen: 
Gott im Wort. Theologie des Neuen Testaments: ein Widerhall der jüdischen Bibel, Gütersloh 2025.
Vom Nutzen des Lesens rabbinischer Texte für die Auslegung des Neuen Testaments, Franz-Delitzsch-Vorlesung 2021, Heft 21, Münster 2022.
Wie das Christentum entstand. Eine Geschichte mit Brüchen im 1. und 2. Jahrhundert, Gütersloh 2021.
Klaus (2)
Prof. Dr. Klaus Wengst

Israel, Palästina und der Nahe Osten - Konflikt ohne Ende?


Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Donnerstag, 29. April 2027, 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstr. 8, 83098 Brannenburg-Degerndorf
 
Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg, dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung und der Dietrich Bonhoeffer Akademie – Evangelisches Bildungswerk gGmbH 

Eintritt frei 
 
 
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Stefan Jakob Wimmer ist seit Jahrzehnten mit beiden Seiten des Israel/Palästina-Konflikts von innen her vertraut und ruft dazu auf, einseitige Lagersolidarisierungen in Deutschland aufzubrechen. Er hat in Jerusalem gelebt, an der Hebräischen Universität promoviert und war dann mit einer Palästinenserin verheiratet. Heute ist er Fachreferent für Hebraica an der Bayerischen Staatsbibliothek, Professor an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der LMU und Vorsitzender der Gesellschaft Freunde Abrahams für religionsgeschichtliche Forschung und interreligiösen Dialog.
Wimmer
Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer

Dorothee Sölle (1929–2003): Mystik ist Widerstand


Vortrag von Prof. Dr. Peter Zimmerling
Donnerstag, 17.6.2027 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstr. 8, 83098 Brannenburg-Degerndorf

 
Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg, dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung und der Dietrich Bonhoeffer Akademie – Evangelisches Bildungswerk gGmbH 

Eintritt frei 
 
 
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Dorothee Sölle gehört zu den einflussreichsten und gleichzeitig umstrittensten deutschen Theologinnen der jüngeren Vergangenheit. Sie wurde nicht nur durch aufrüttelnde theologische Bücher bekannt, sondern auch durch ihre Teilnahme an Demonstrationen gegen Aufrüstung und Kernkraftwerke. Ihr Alterswerk „Mystik und Widerstand“ von 1997 stellte für viele eine große Überraschung dar. Sölles Mystikverständnis besitzt zwei herausragende Charakteristika: Ihre Mystik ist demokratisch und politisch. Sölle schwebt eine alltagsverträgliche Mystik für jedermann und jedefrau vor.


Biographisches:
Peter Zimmerling, Dr. theol. habil., ist evangelischer Theologe und war bis Juli 2025 Professor für Praktische Theologie an der Universität Leipzig. Von 2012 bis 2020 war er Erster Universitätsprediger in Leipzig; Domherr zu Meißen seit 2009. Seine Forschungsschwerpunkte sind Seelsorge – insbesondere die Wiederentdeckung der Beichte –, evangelische Spiritualität, christliche Mystik, charismatische Bewegungen und Dietrich Bonhoeffer. Er veröffentlichte unter anderem Werke zu Luther und Bonhoeffer als praktische Theologen und ist Herausgeber des dreibändigen Handbuchs Spiritualität. Letzte Veröffentlichungen: Ökumenische Spiritualität. Theologie – Lehren und Lernen – Digitalität, Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie 78, Göttingen 2024; ...und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Dietrich Bonhoeffers Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, 2. Auflage, Leipzig 2024.
Zimmerling
Prof. Dr. Peter Zimmerling

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18.6.2026, 19.30 Uhr
Dr. Alois Prinz: Teresa von Avila

15.10.2026, 19.30 Uhr
Prof. Dr. Mathias Rohe: Religion und Politik - Eine unselige Verbindung?

18.3.2027, 19.30 Uhr
Prof. Dr. Klaus Wengst: Wie das Christentum entstand

29.4.2027, 19.30 Uhr
Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer: Israel, Palästina und der Nahe Osten - Konflikt ohne Ende?

17.6.2027, 19.30 Uhr
Prof. Dr. Peter Zimmerling: Dorothee Sölle (1929–2003): Mystik ist Widerstand