Vortrag von Kevin Kaisig
Donnerstag, 21. Januar 2027, 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstr. 8, 83098 Brannenburg-Degerndorf
Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg, dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung und der Dietrich Bonhoeffer Akademie – Evangelisches Bildungswerk gGmbH
Eintritt frei
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Die internationale, sicherheitspolitische Situation ist äußerst angespannt. Die "Kooperation für den Frieden", ein Zusammenschluss von mehr als 50 Initiativen und Organisationen aus der Friedensbewegung, bewertete die Lage in einer Stellungnahme im September 2026 als brandgefährlich. Deutschland setzt auf Kriegstüchtigkeit und Aufrüstung. Steuert alles auf einen Krieg zu? Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe, zivile Perspektiven, die Rolle von Konfliktdynamiken und Medien – und zeigt auf Basis der christlichen Friedensethik Handlungsoptionen und Ansätze in Richtung einer Entspannungspolitik auf.
Biographisches:
Kevin Kaisig ist Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbunds. Er ist Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen und forscht im Rahmen seiner Promotion zu sozialen Bewegungen, die sich gewaltfrei für Frieden und soziale Gerechtigkeit einsetzen – und auch in Gewaltkontexten Räume für Dialog und Konflikttransformation schaffen. Er ist Moderator des Eine-Welt-Reports bei Radio Lora München und Redakteur bei gewaltfreieaktion.de.
Der Internationale Versöhnungsbund ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich weltweit für eine Kultur der Gewaltfreiheit sowie für Frieden und Menschenrechte einsetzt. Dem 1914 gegründeten Verband gehören heute rund 100.000 Mitglieder in knapp 50 Staaten der Erde an. Sechs Friedensnobelpreisträger*innen gingen aus ihm hervor, darunter Mairead Corrigan-Maguire und Martin Luther King Jr. Der Verband hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.
Vortrag von Prof. Dr. Klaus Wengst
Donnerstag, 18.3.2027, 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstr. 8, 83098 Brannenburg-Degerndorf
Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg, dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach unddem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Oberes Inntal, demBildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung, der Dietrich Bonhoeffer Akademie – Evangelisches Bildungswerk gGmbH, der Gesellschaft der Freunde Abrahams e.V. und der
Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München Oberbayern e.V.
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Im 1. Jahrhundert gab es noch kein „Christentum“, das sich selbst als solches bezeichnete und verstand. Der Vortrag versucht die Entwicklung nachzuzeichnen, die von einer innerjüdischen Gruppierung über innerjüdischen Streit zur Entstehung eines nicht mehr jüdischen Christentums in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts führt. Dieses Christentum bestimmt seine Identität sofort in schärfster Abgrenzung zum Judentum. Von daher hat das Christentum den Geburtsfehler, judenfeindlich zu sein. Wie ist damit heute umzugehen? Was könnte es positiv für die Christlichkeit des Christentums austragen, wenn die in seinen grundlegenden biblischen Schriften ihm vorgegebene Jüdischkeit wahrgenommen wird?
Biographisches:
Prof. Dr. Klaus Wengst studierte evangelische Theologie und war in Bonn und Bochum Professor. 1991 hatte er einen Studienaufenthalt an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Seit August 2007 ist er pensioniert. Er war Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag.
Letzte Veröffentlichungen:
Gott im Wort. Theologie des Neuen Testaments: ein Widerhall der jüdischen Bibel, Gütersloh 2025.
Vom Nutzen des Lesens rabbinischer Texte für die Auslegung des Neuen Testaments, Franz-Delitzsch-Vorlesung 2021, Heft 21, Münster 2022.
Wie das Christentum entstand. Eine Geschichte mit Brüchen im 1. und 2. Jahrhundert, Gütersloh 2021.
Vortrag von Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Donnerstag, 29. April 2027, 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstr. 8, 83098 Brannenburg-Degerndorf
Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg, dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach unddem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Oberes Inntal, demBildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung und der Dietrich Bonhoeffer Akademie – Evangelisches Bildungswerk gGmbH
Eintritt frei
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Stefan Jakob Wimmer ist seit Jahrzehnten mit beiden Seiten des Israel/Palästina-Konflikts von innen her vertraut und ruft dazu auf, einseitige Lagersolidarisierungen in Deutschland aufzubrechen. Er hat in Jerusalem gelebt, an der Hebräischen Universität promoviert und war dann mit einer Palästinenserin verheiratet. Heute ist er Fachreferent für Hebraica an der Bayerischen Staatsbibliothek, Professor an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der LMU und Vorsitzender der Gesellschaft Freunde Abrahams für religionsgeschichtliche Forschung und interreligiösen Dialog.
Prof. Dr. Stefan Jakob Wimmer
Vortrag von Prof. Dr. Peter Zimmerling
Donnerstag, 17.6.2027 19.30 Uhr
Evang. Gemeindehaus „Diakoniehaus“, Kirchenstr. 8, 83098 Brannenburg-Degerndorf
Der Vortrag wird veranstaltet von der Evangelischen Kirchengemeinde Brannenburg, dem Pfarrverband Brannenburg-Flintsbach und dem Orden der Teresianischen Karmeliten (Deutschland) in Kooperation mit dem Pfarrverband Oberes Inntal, dem Bildungswerk Rosenheim e.V. Kath. Erwachsenenbildung und der Dietrich Bonhoeffer Akademie – Evangelisches Bildungswerk gGmbH
Eintritt frei
Kurzbeschreibung des Vortrags:
Dorothee Sölle gehört zu den einflussreichsten und gleichzeitig umstrittensten deutschen Theologinnen der jüngeren Vergangenheit. Sie wurde nicht nur durch aufrüttelnde theologische Bücher bekannt, sondern auch durch ihre Teilnahme an Demonstrationen gegen Aufrüstung und Kernkraftwerke. Ihr Alterswerk „Mystik und Widerstand“ von 1997 stellte für viele eine große Überraschung dar. Sölles Mystikverständnis besitzt zwei herausragende Charakteristika: Ihre Mystik ist demokratisch und politisch. Sölle schwebt eine alltagsverträgliche Mystik für jedermann und jedefrau vor.
Biographisches:
Peter Zimmerling, Dr. theol. habil., ist evangelischer Theologe und war bis Juli 2025 Professor für Praktische Theologie an der Universität Leipzig. Von 2012 bis 2020 war er Erster Universitätsprediger in Leipzig; Domherr zu Meißen seit 2009. Seine Forschungsschwerpunkte sind Seelsorge – insbesondere die Wiederentdeckung der Beichte –, evangelische Spiritualität, christliche Mystik, charismatische Bewegungen und Dietrich Bonhoeffer. Er veröffentlichte unter anderem Werke zu Luther und Bonhoeffer als praktische Theologen und ist Herausgeber des dreibändigen Handbuchs Spiritualität. Letzte Veröffentlichungen: Ökumenische Spiritualität. Theologie – Lehren und Lernen – Digitalität, Arbeiten zur Pastoraltheologie, Liturgik und Hymnologie 78, Göttingen 2024; ...und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Dietrich Bonhoeffers Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, 2. Auflage, Leipzig 2024.
Prof. Dr. Peter Zimmerling