Die Festschrift zum 550-Jahr Jubiläum ist erschienen.
Die Pfarrverbände Gmund–Bad Wiessee und Waakirchen–Schaftlach setzen eine neue pastorale Initiative der Erzdiözese München und Freising um. Grundlage ist die vom Erzbischof Reinhard Kardinal Marx empfohlene Handreichung „Segen gibt der Liebe Kraft“.
Diese richtet sich an Paare, die sich lieben und in Treue miteinander leben, aber keine kirchliche Ehe schließen können oder möchten. Dazu zählen unter anderem geschieden Wiederverheiratete sowie gleichgeschlechtliche und queere Paare.
„Als Kirche wollen wir Menschen begleiten“, betont Pfarrer Stefan Fischbacher. „Uns ist wichtig, dass sich alle Menschen willkommen fühlen – auch in der Mitte unserer Gemeinden.“
Die Handreichung macht deutlich, dass es sich bei solchen Feiern nicht um eine kirchliche Eheschließung handelt. Vielmehr bittet die Kirche um Gottes Segen für die Beziehung der Paare und spricht ihnen Gottes Nähe und Unterstützung zu. Gleichzeitig wird unterstrichen, dass kein Paar, das um einen Segen bittet, abgewiesen werden soll.
In den Pfarrverbänden Gmund–Bad Wiessee und Waakirchen–Schaftlach werden daher künftig individuelle Segensfeiern angeboten. Diese werden gemeinsam mit einem Seelsorger oder einer Seelsorgerin vorbereitet und bewusst sensibel gestaltet. „Es braucht hier viel Fingerspitzengefühl“, so Fischbacher. „Wir wollen deutlich machen, dass es sich nicht um das Sakrament der Ehe handelt – und zugleich zeigen: Gottes Segen gilt allen Menschen und ihren Lebenswegen.“ Paare, die eine solche Feier wünschen, können sich über das jeweilige Pfarrbüro an ihre Pfarrei wenden. Dort wird ein persönlicher Kontakt hergestellt, um gemeinsam eine passende Form der Segnung zu entwickeln.
Ziel ist es, die Kirche als einen Ort zu erleben, an dem Menschen mit ihren Lebensgeschichten angenommen sind – und an dem Gottes Zuspruch spürbar wird.
Stefan Fischbacher
Pfarrer der Pfarrverbände Gmund-Bad Wiessee und Waakirchen-Schaftlach
Weiterführende Informationen:
75 Pilgerinnen und Pilger aus den Pfarrverbänden Waakirchen-Schaftlach und Gmund-Bad Wiessee machten sich Mitte Oktober auf den Weg nach Rom – als „Pilger der Hoffnung“ im Geist des bevorstehenden Heiligen Jahres 2025. Eine Woche lang erlebten sie Tage voller Glauben, Gemeinschaft, Kultur und unvergesslicher Eindrücke.
Ein besonderer Höhepunkt war die Audienz bei Papst Leo XIV.. Pfarrer Stefan Fischbacher und Martin Beilhack überreichten dem Heiligen Vater mehrere symbolische Geschenke aus der Heimat: zwei Kisten bayerisches Bier – Ayinger und Tegernseer Bräu –, ein Kochbuch vom Lanserhof mit den Unterschriften aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ein T-Shirt der Aktion „Kilo für Kirche“, die Spenden für die Sanierung des Schaftlacher Kirchendachs sammelt.
„Wir wollten dem Papst zeigen, dass Glaube, Freude und Engagement bei uns Hand in Hand gehen“, sagte Pfarrer Stefan Fischbacher. „Die Aktion Kilo für Kirche steht genau dafür: für Verantwortung, Gemeinschaft und Hoffnung, die sich in Taten zeigt.“
Die Pilgergruppe durchschritt in den großen Basiliken Roms die vier Heiligen Pforten, feierte gemeinsam Gottesdienste und stärkte unterwegs ihren Glauben. Die Reise wurde für viele zu einem tiefen Zeichen gelebter Hoffnung – als Pilgerinnen und Pilger auf dem Weg des Glaubens in einem besonderen Jahr der Gnade.
Seit kurzem laufen die Sanierungsarbeiten am Dachreiter der Kirche in Schaftlach. Kirchenpfleger Franz Goldhofer gibt Einblick in die verschiedenen Bauabschnitte:
„Zuerst wurden die Zifferblätter und die Zeiger der Kirchturmuhr abgenommen. Diese werden derzeit fachgerecht restauriert. Anschließend wurde die Turmspitze mit der goldenen Kugel, dem Kreuz und der Fahne abgebaut.“
In den nächsten Schritten wird die Zimmerei die alten Schieferplatten des Zwiebelturms entfernen. Erst dann lässt sich beurteilen, welche Schäden darunter zum Vorschein kommen und wo das Holz ausgebessert oder erneuert werden muss.
Die Sanierung wurde wegen der lockeren Schieferplatten und Instabilität des Dachreiters notwendig. Zu guter letzt beschädigte ein Blitzeinschlag die Turmspitze samt Kugel, Kreuz und Fahne schwer. Nun wird das Gotteshaus Schritt für Schritt wieder instand gesetzt.
Ein großes Dankeschön gilt allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie allen, die sich an der Organisation, dem Abbau und der Durchführung beteiligen. Dieses Gemeinschaftsprojekt wäre ohne den Einsatz vieler nicht möglich.
Vor einigen Monaten gab es in den Pfarrverbänden Waakirchen-Schaftlach und Gmund-Bad Wiessee eine Befragung der Gemeindemitglieder zu bevorzugten Gottesdienstzeiten, Gottesdienstorten und verschiedenen anderen Themen. Im folgenden finden Sie nun eine Zusammenfassung der Rückmeldungen.
Hier eine kurze Übersicht der Zelebranten und ihrer Kürzel:
SF Stefan Fischbacher, Pfarrer
FM Franz Mertens, Diakon
PK Petra Kleinschwärzer, Gemeindereferentin
HK Karl Hofherr, Pfarrer i.R.
PN Paul Nwandu, Pfarrvikar
WGL Wortgottesdienstleiter
Mit dem schlichten, aber tiefen Wort „Der Friede sei mit euch“ hat Papst Leo XIV. am Abend seiner Wahl die Menschen auf dem Petersplatz begrüßt. Für die katholischen Pfarrverbände Waakirchen-Schaftlach und Gmund-Bad Wiessee ist dieses erste Wort des neuen Pontifikats ein starkes geistliches und weltweites Zeichen.
„Der Friedensgruß ist der Gruß des auferstandenen Christus“, sagt Pfarrer Stefan Fischbacher. „Dass Papst Leo XIV. mit diesen Worten seinen Dienst beginnt, ist eine Erinnerung an den Kern unseres Glaubens – und zugleich eine Mahnung in einer Welt, die an vielen Orten unter Krieg, Ungleichheit und Unversöhntheit leidet.“
Auffällig sei auch die Namenswahl: Der Name „Leo“ erinnere unweigerlich an Papst Leo XIII., der mit seiner Enzyklika Rerum Novarum (1891) die katholische Soziallehre begründet hat. „Wer heute diesen Namen wählt, setzt ein klares Zeichen für soziale Gerechtigkeit“, so Fischbacher. „Für gerechte Arbeitsbedingungen, für gegenseitige Verantwortung und für die Würde jedes einzelnen Menschen – unabhängig von Herkunft, Status oder Besitz.“
Mit dem Evangelium des Guten Hirten vor Augen unterstreicht Pfarrer Fischbacher schließlich: „Der Papst ist kein Monarch, sondern Hirt. Er trägt Verantwortung im Dienst. Und sein Hirtenstab erinnert daran, dass er Christus in dieser Welt gegenwärtig machen soll – nicht mit Macht, sondern mit Liebe, Klarheit und Hingabe.“
Die Pfarrverbände laden alle Gläubigen ein, Papst Leo XIV. mit ihrem Gebet zu begleiten – und selbst Menschen des Friedens und der Verantwortung zu sein.
Im Moment werden keine Eine-Welt-Waren nach den Gottesdiensten angeboten.
Sie können allerdings gerne jederzeit bei Frau Blum telefonisch
unter (08021) 8546 Produkte bestellen.
Bitte nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf, falls Sie regelmäßig besucht
werden wollen oder jemanden wissen, der sich über etwas Zuwendung
und ein nettes Gespräch mit unseren Ehrenamtlichen freuen würde.
Pfarrbüro Schaftlach: 08021/304