Schulpastorales Zentrum Traunstein - Angebote - Krisenpädagogik

Krisen- und Resilienzpädagogik Prävention und Intervention bei Krisen im Kindes- und Jugendalter

Krisen von Schüler/innen beeinträchtigen uns als Lehrer/innen, Jugendseelsorger, Sozialpädagogen und Erzieher/innen, erfordern aber zugleich unsere einfühlsame Achtsamkeit und unser besonnenes Handeln. Die Sorge um ihre Nöte entspringt dabei dem Wissen und der Erfahrung, dass wir selbst oft krisenhaft und in Auseinandersetzung mit unseren eigenen Grenzen und der eigenen Ohnmacht leben.

Im Jahr 2007 entstand die Konzeption zu einer Fortbildung für Lehrer/innen in Krisenpädagogik. In dieser auf drei Jahre hin ausgerichteten Ausbildung ging es um Wege und Möglichkeiten der Begleitung und Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichsten Krisensituationen. Dieser Ansatz wurde 2011 im neuen Kurs erweitert um die Perspektive der Ressourcenorientierung.

Neben der Krisenintervention geht es darum präventiv die Resilienz, d.h. die Fähigkeit der Schüler/innen, mit Veränderungen und Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen und sich nach schwierigen Zeiten wieder erholen zu können, zu fördern. Die damit verbundene Einstellung, dass Pädagogik Hindernisse nicht beseitigen, sondern nur überwindbar machen soll, entlastet Schüler, Eltern und Pädagogen. Ziel dieser ressourcenorientierten Arbeit ist es, Freude am Leben und der eigenen Leistung zu empfinden, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, sowie verschiedene Wege des Hilfesuchens kennen zu lernen.

Fortbildung in Krisenpädagogik (Dreijähriger Kurs Krisenpädagogik)

Ziele der Ausbildung
Sozialkompetenz/Soziales Lernen
  • Erweiterung der pädagogischen Fähigkeiten im Umgang
    mit Schüler/innen in Krisensituationen an der
    eigenen Schule
  • Begleitung, Beratung und Stabilisierung von Kindern
    und Jugendlichen in unterschiedlichen Krisensituationen
    (Krisenmanagement an der eigenen Schule)
  • Theoretische Auseinandersetzung mit Krisen in der
    Kindheit und im Jugendalter
  • Kennen lernen von Interventionsmöglichkeiten durch
    Praxisbeispiele von professionellen Krisenhelfern
  • Einführung in das nicht-professionelle beratende Gespräch
  • Örtliche Vernetzung der Schule mit den einzelnen Beratungsstellen
    und Institutionen
  • Entwicklung einer „ressourcenorientierten Pädagogik“
    zur Förderung der Resilienz
  • Förderung von Lebenskompetenzen der Schüler/innen
  • Ideal einer Schule als ein „sicherer und gewaltfreier Ort“
Träger der Ausbildung
Schulpastorales Zentrum Traunstein und das Schüler-& Studentenzentrum Rosenheim in Kooperation mit dem Caritas Zentrum Traunstein.

Seminarleitung
Martin Berwanger
Diplom Theologe, Religionslehrer, Krisenseelsorger im
Schulbereich / KiS, Supervisor, Fachreferent für Krisenpädagogik

Werner Kassler
OStR, Krisenseelsorger im Schulbereich / KiS

Dr. Alexander Lohmeier
Diplompädagoge, Leiter der Caritas Beratungsstelle für
Eltern, Kinder und Jugendliche in Traunstein

Zielgruppe
  • Lehrkräfte aller Schularten,
  • Sozialpädagogen / innen,
  • Schulsozialarbeiter / innen,
  • Jugendseelsorger / innen, Schulseelsorger / innen,
  • Erzieher / innen
Aufbau des Fortbildungskurses
Die Fortbildungsveranstaltungen finden fünfmal pro Schuljahr statt. Für die verschiedenen Bereiche stehen Referenten/innen jeweils Experten/innen mit Praxiserfahrung aus dem jeweiligen Berufsfeld zur Verfügung, meist aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. Durch die örtliche Nähe wird eine Vernetzung der Schulen mit den einzelnen Beratungsstellen und Institutionen angestrebt.

Modul 1 1 Tag
Einführungskurs: Krisen der Kindheit und des Jugendalters

Modul 2 
3 Tage
„MOVE“ Motivierende Kurzintervention bei riskant konsumierenden Jugendlichen

Modul 3 
1 Tag
Psychische Störungen als Ursache für Krisen junger Menschen und Einführung in die Resilienz, Kinder und Jugendliche stärken für die Krise

Modul 4 
1 Tag
Stress – was ist das? – Umgang mit Stress Förderung der Resilienz: Coping – Konstruktiver Umgang mit Stress

Modul 5 
1 Tag
Einführung in die Psychotraumatologie; Belastungsreaktionen und Intervention

Modul 6 
2 Tage
Trauerpastoral: Begleitung von einzelnen Schülern, Gruppen und Klassen in und nach einer Krise.

Modul 7 
1 Tag |
Ressourcenarbeit mit Kindern und Jugendlichen (Resilienz)

Modul 8 
1,5 Tage
Intervention bei Suizidankündigung, Prävention von Selbstverletzungen und Suizid in der Schule Krisenmanagement / Tod an der Schule Aufbau eines Krisenteams, die Arbeit eines Krisenteams vor, in und nach einem Notfall.

Modul 9 
1 Tag
Sexuelle Gewalt (Intervention und Prävention)

Modul 10 
1 Tag
Häusliche Gewalt (Intervention und Prävention)

Modul 11 
1 Tag
Gewalt, Mobbing und Bullying unter Kindern und Jugendlichen

Modul 12 
halber Tag / 15:00 bis 18:00 Uhr |
Ungewollt schwanger – was nun? (Für Grundschullehrer ist dieses Modul fakultativ!)

Modul 13 
1 Tag
Medienkonsum und Auswirkungen (z.B. Cyber-Mobbing) | Meine Rolle als Krisen- und Resilienzpädagoge an meiner Schule | Methoden der Psychohygiene und Ressourceninstallation | Abschlusskolloquium und Zertifikatsverleihung

Modulbegleitende Supervision:

Prozess von sieben Gruppensupervisionen und Selbsterfahrung (insgesamt 21 Stunden)

Diözesanweites Krisenhandy (im Akutfall):

Mobil:
01 60 
90 14 28 00

 
E-Mail: krisenseelsorge-schule@ordinariat-muenchen.de

Sofort mailen:
krisenseelsorge-schule@ordinariat-muenchen.de

Das Krisentelefon ist während der Schulferien nicht besetzt!

Die Krisenseelsorge im Schulbereich (KiS) und das Krisentelephon sind ist Angebote des

Fachbereiches Schulpastoral

der Erzdiözese München und Freising.