Pfarrverband Riedering

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Nebel

November

Der November ist ein mystischer Monat. Er beginnt schon mit dem Totengedenken an Allerheiligen bzw. Allerseelen und konfrontiert uns mit der Jenseitigkeit, wenn unser am-Grab-stehen auch nur ein klein wenig die reine körperliche Präsenz übersteigt. Diesseitiges und Jenseitiges scheinen sich in diesen Tagen zu berühren. Der November spricht durch Nebel und größer werdende Dunkelheit auch unsere innere Melancholie an, die – wenn sie nicht in einer depressiven Art übermächtig wird – auch ganz gesund sein kann. Denn sie   konfrontiert uns mit uns selbst, mit Ängsten und Unsicherheiten und in dem Kontrast, darf ich auch das Positive in meinem inneren Ich wieder sehr viel bewusster in den Blick nehmen, so wie auch aus dem November heraus Hoffnung wächst, die sich dann im Advent und in Weihnachten zeigt. Unser Leben ist nicht immer nur Sommer, sondern ab und an auch Nebel – und auch Jesus und alle spirituellen Lehrer wussten das, denn wir sind als Christinnen und Christen auch dazu angehalten uns ab und an zurückzuziehen um uns unserer Melancholie zu stellen – und dies bringt auch wieder neue Zuversicht hervor. Die fränkische Singer-Songwriterin Carolin No hat ein Lied mit dem Titel „November“ geschrieben und je nach persönlicher Lebensphase hat sie in unterschiedlichen Aufnahmen dieses Lied oftmals sehr unterschiedlich interpretiert. Ein Zuspruch steht jedoch in jeder ihrer unterschiedlichen Versionen, denn die letzte Liedzeile lautet in jeder Interpretation: „Jeder November endet mit dem Frühlingsbeginn!“
Ein paar Gedanken von Ihrem und Eurem Gemeindereferenten Tobias Gaiser


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