Die Sommerferien sind bald da! – mit langen Tagen, warmem Licht und der leisen Einladung, einen Moment lang stehen zu bleiben. Gerade jetzt, wo vieles draußen blüht und die Zeit selbst weiter und offener wirkt, stellt sich die Frage: Wie gehen wir eigentlich mit dieser Zeit um?
Konstantin Wecker singt in seinem Lied „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist": „Weil's dann keine Kleinigkeit ist, ob die Zeit vertane Zeit ist, die man mit sich zugebracht." Ein Satz, der nachwirkt. Denn er erinnert uns daran, dass Zeit nicht einfach verstreicht – sie will gelebt, bewusst ergriffen, mit sich selbst und miteinander verbracht werden.
Schon der Prediger Kohelet wusste das: „Alles hat seine Zeit, und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde" (Kohelet 3,1). Der Sommer erinnert uns daran, dass es eine Zeit zum Innehalten, zum Durchatmen, zum bewussten Da-Sein gibt, zum Feiern, um Menschen zu begegnen und um bewusst allein zu sein – nicht als Pflicht, sondern als Geschenk. Und der Apostel Paulus mahnt uns, „die Zeit auszukaufen" (Epheser 5,16) – sie nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, sondern sie zu füllen mit dem, was trägt: mit Ruhe, mit Inspiration, mit Begegnung, mit Gott.
Ich wünsche Ihnen einen Sommer, in dem Sie sich die Zeit nehmen, die Sie brauchen – für sich, für andere und für das, was wirklich zählt.
Ich wünsche euch und Ihnen einen guten Start in die Sommerferien
Ihr und euer Gemeindereferent Tobias Gaiser