Die Hubertuskapelle bei Isen ist ein vergleichsweise junges, aber inzwischen fest im Gemeindeleben verankertes Wahrzeichen oberhalb des Isentals. Sie befindet sich bei Kuglstadt südöstlich des Marktes Isen und ist dem heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger, gewidmet. Von ihrer erhöhten Lage aus bietet sie einen weiten Blick über das Isental und die umliegende Hügellandschaft.
Die Kapelle wurde zwischen 2008 und 2010 auf Initiative der Hegegemeinschaft Isen errichtet. Zahlreiche Jäger, Handwerker und Unterstützer aus der Region beteiligten sich an Planung und Bau. Finanziert wurde das Projekt überwiegend durch Spenden aus der Bevölkerung. Das Grundstück wurde von vier befreundeten Jägern langfristig zur Verfügung gestellt. Nach der Fertigstellung erhielt die Kapelle am 12. September 2010 den kirchlichen Segen durch Pfarrer Josef Kriechbaumer und Diakon Willibald Greinsberger. Die feierliche Einweihung zog zahlreiche Besucher aus Isen und der Umgebung an.
Die Hubertuskapelle dient nicht nur als Ort der persönlichen Einkehr, sondern auch als Platz für Gottesdienste und religiöse Feiern im Freien. Regelmäßig finden dort Hubertusmessen, Maiandachten und weitere Andachten statt. Besonders die Hubertusmesse Anfang November hat sich zu einer festen Tradition entwickelt.
Darüber hinaus ist die Kapelle ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger und Wanderer. Sie liegt an örtlichen Wanderwegen und ist ganzjährig zugänglich. Seit ihrer Fertigstellung wird dort auch das traditionelle Neujahrsschießen der Isener Böllerschützen abgehalten, wodurch die Kapelle zusätzlich einen festen Platz im kulturellen Leben der Gemeinde erhalten hat.
Die Bedeutung der Hubertuskapelle reicht damit weit über ihre Funktion als Bauwerk hinaus. Sie steht für ehrenamtliches Engagement, die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat sowie die Pflege christlicher und jagdlicher Traditionen. In wenigen Jahren hat sie sich zu einem Ort entwickelt, der Natur, Glauben und Gemeinschaft auf besondere Weise verbindet.