Pfarrverband Teisendorf

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Patrozinium und Tag der Vereine in Oberteisendorf

Bei herrlichem Sonnenschein feierte die Pfarrei St. Georg, Oberteisendorf am 26.04.2026 ihr Patrozinium zum Heiligen Georg in Verbindung mit dem Tag der Vereine.
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Zunächst gab es den feierlicher Einzug der Vereine mit der Dorfmusi von Oberteisendorf, die auch den anschließenden Gottesdienst musikalisch gestaltete.

Pfarrvikar Wirzberger hob den Patron der Kirche von St. Georg Oberteisendorf als einen besonders legendären Heiligen hervor. In der Historie gibt es kaum Angaben zu seiner Person, genauso wenig, wie es in Wirklichkeit einen Drachen gibt. Aber der Heilige steht für einen wesentlichen Eckpunkt unseres christlichen Glaubens, und genau das wird in der Legende auch sichtbar: Ein Ritter mit Lanze, der den Drachen besiegt. Georg, der sich unerschrocken gegen das Böse wendet. Ein Beispiel für Mut und Stärke. Und gerade deswegen ist der Heilige Georg ein Vorbild auch für uns, für heute. Denn auch wir haben "Drachen" in unserer Welt. Dinge die Böse sind und uns Angst machen. Dinge die unser Wohlergehen bedrohen. Vikar Wirzberger zählt dann eine Reihe solcher "Drachen" unserer Zeit auf: Katastrophen und Kriege, Unfälle und Krankheiten, Verarmung, Einsamkeit, Unsolidarität und Ungerechtigkeit, Naturkatastrophen und Feuer. Und wir Christen müssen uns diesen Bedrohungen, diesen "Drachen" stellen. Doch nicht jeder kann sich diesen "Drachen" von heute alleine stellen. Aber oft hilft eine Gemeinschaft. Und somit leitet Vikar Wirzberger nun auf den Festcharakter des Patroziniumstages über, auf den Tag der Vereine. Denn diese sind ein Zeichen, wie es bei uns funktioniert.

Dann geht er auf die Drachen unserer Zeit nochmals ein: Drachen wie Feuer, Naturkatastrophen und Unfälle - hier gibt es die Freiwillige Feuerwehr, die hilft und stets einsatzbereit zur Seite steht.

Dann gibt es den Drachen der Geschichtsvergessenheit. Er erinnert dabei an das Sprichwort, wer die Geschichte vergisst, hilft, dass sie sich wiederholt. Dafür steht die Krieger- und Soldatenkameradschaft, die uns stets an die schrecklichen Folgen von Krieg- und Verfolgung erinnern und wachhalten.

Es gibt den Drachen der Naturzerstörung und Ausbeutung unserer Umwelt und Ressourcen. Hier gibt es den örtlichen Obst- und Gartenbauverein. Der gemeinschaftlich hilft, unsere schöne Umwelt und Schöpfung zu pflegen und zu bewahren.

Es gibt den Drachen der Einsamkeit und der Verlassenheit. Dagegen stemmt sich die Frauengemeinschaft, die in ihren Aktionen und Engagements stets auf die am Rand stehenden Personen, auf Senioren und Hilfsbedürftige achtet.

Es gibt die sozialen Medien, die Tabletts und Smartphones, die zum Drachen der Faulheit, der Völlerei und Trägheit führen. Dafür gibt es den Sportverein, der zu sportlichen Aktivitäten und gemeinschaftlichen Kampfgeist einlädt, um diesen Drachen zu begegnen.

Es gibt auch den Drachen der Diskriminierung, Ausgrenzung und Unsolidarität. Da gibt es den Verein der Kinderkrebshilfe oder der Lebenshilfe, die sich für diese vulnerable Gruppen in besonderer Weise einsetzen.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Gottesdienstbesucher und Vereine samt Musik vor dem Kriegerdenkmal. Dritter Bürgermeister Georg Quentin legte für die gefallenen und vermissten Soldaten der Kriege als Zeichen des Erinnerns eine Blumenschale vor dem Denkmal nieder. Pfarrvikar Wirzberger spendete dazu den Segen. Nach der Bayern- und Deutschlandhymne waren alle noch herzlich eingeladen bei dem tollen Wetter zum Hofwirt zu marschieren. Dort wird auch noch die Dorfmusi aufspielen und den Tag gesellig ausklingen lassen.

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