St. Korbinian Freilassing

Oster-Festgottesdienst mit Ostereiersuchen in St. Korbinian

Auch dieses Jahr konnte man vor den österlichen Feierlichkeiten in der Pfarrei St. Korbinian stille Stunden am Heiligen Grab verbringen, welches in der Werktagskapelle von Mesnerin Mary Hausstätter aufgebaut worden war.. Zahlreiche Gläubige nutzten am Karfreitag und Karsamstag diese Möglichkeit nach dem Empfang des Bußsakramentes sich so auf das bevorstehende Osterfest vorzubereiten. Zur Karfreitagsliturgie riefen zwei Ministranten die Gläubigen mit Karfreitagsratschen im Atrium zum Gottesdienst. In der Liturgie, die von Kaplan Tomasz Baluka geleitet wurde gedachten die Gläubigen beim Verlesen der Leidensgeschichte an den Tod von Jesus. Höhepunkt war die Kreuzesverehrung. Jeder Gottesdienstbesucher trat zum Altar und machte eine Kniebeuge vor dem aufgestellten Kreuz.
Am Ostersonntag begann der Festgottesdienst mit dem Entzünden der Osterkerze durch Kaplan Baluka. Danach steckte er die Nägel, die für die Wundmale Jesus stehen, in die Kerze und sprach das Weihegebet und segnete sie.  Anschließend weihte er das Taufwasser, welches in einem großen Krug vor dem Altar aufgestellt war und die Pfarrgemeinde erneuerte ehrfürchtig das Taufgelöbnis und wurde dann vom Kaplan mit Weihwasser besprengt. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie und der Gottesdienst von Heinrich Hinterreiter an der Orgel.
„Christus ist auferstanden - Er ist wahrhaft auferstanden“, mit diesem Ostergruß begann der Kaplan seine Ansprache. Es war der österliche Gruß der jungen Gemeinden und er ist auch heute noch der Glaubensgruß unter Christen. Anschließend forderte er die Pfarrgemeinde auf, diesen Gruß gemeinsam zu wiederholen. Wer weiß heute noch, das mit dem oft gebräuchlichen „Grüß Gott“ gemeint ist, dass Gott Dir wohlwollend begegnen soll, erwähnte der Baluka. Was bei den meisten Grußformeln mitschwingt ist der Wunsch, dass es dem anderen gut ergehen möge. Nur ein Christ der auch an die Auferstehung Jesus glaubt, wird mit Überzeugung auf den Ostergruß mit „Ja er ist wahrhaft auferstanden“ antworten. Auferstehung heißt im Jetzt leben. Durch die Auferstehung hat sich die Schrift erfüllt, aber was habe ich heute davon? Durch die Himmelfahrt ist Jesus uns nicht so gegenwärtig wie den Jüngern damals, denen er nach der Auferstehung wahrhaftig erschienen ist.  Erzählungen, wie die von den Emmausjüngern beschreiben, dass Jesus nicht greifbar oder auch im ersten Moment nicht erkennbar ist. Aber alle spürten schließlich, dass Jesus lebt und uns aus aller Trauer herausholt. Weil Jesus auferstanden ist, ist es wahr, dass er stärker als der Tod auch stärker als unser Tod ist. Mit dieser Frohbotschaft endete die sehr emotionale Predigt.
Nach dem Schlussgebet lud Markus Roßkopf noch alle Familien mit ihren Kindern zum fröhlichen Ostereiersuchen in das Atrium ein. Danach weihte der Kaplan die zahlreiche Osterkörbe, die die Gottesdienstbesucher vor dem Altar aufgestellt hatten und spendete den österlichen Segen. An den Kirchenausgängen verteilten Mitglieder des Pfarrgemeinderates an die Gläubigen noch bunte Ostereier und wünschten „Gesegnete Ostern“. Die Kinder machten sich eilig an das Suchen der bunten Ostereier, die unter Büschen und Sträuchern gut versteckt waren. Viele fanden Osterhasen und bunte Schokoladeneier und konnten so glücklich mit den Eltern ihren Heimweg antreten.
 
Text und Bilder: Willi Götzlich

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