Drei Geschenke bringen die Sterndeuter zur Krippe: Gold, Weihrauch und Myrrhe, das ist getrocknetes Baumharz zur Herstellung von Heilsalben. Da es drei Geschenke sind, dachten die Leserinnen und Lesers des Evangeliums schon früh, es müssten auch drei Sterndeuter gewesen sein. Wegen der kostbaren Geschenke und weil sie einen König suchten, wurden aus den Sterndeutern im Laufe der Zeit auf vielen Darstellungen selbst auch Könige.
Anfangs zeichnete man einen ganz jungen Mann, einen erwachsenen und einen alten Mann als Könige, um alle Lebenalter bei Jesus zu versammeln. Später zeigte man die drei Sterndeuter mit unterschiedlicher Hautfarbe als Vertreter der damals bekannten Erdteile Afrika, Europa und Asien. Sogar Namen bekamen die drei Männer, nämlich Caspar, Melchior und Balthasar.
Die drei Anfangsbuchstaben finden sich auch in der Aufschrift über der Türe. Und sie stehen wohl nicht für die erdachten Namen der Sterndeuter, sondern für den lateinischen Segenswunsch "Christus Mansionem Benedicat".
Übersetzt heißt das: "Christus segne dieses Haus". Segen für das Haus und alle seine Bewohnerinnen und Bewohner, Gesundheit und ein gutes Miteinander, das sind Wünsche, die wir gerne als Überschrift über die Haustüre und auch über ein neues Jahr schreiben können. Die Zahl, die den Segen einrahmt, ist die aktuelle Jahreszahl, und die drei Kreuze stehen für den Segen: "Christus segne dieses Haus und alle, die hier gehen ein und aus. Möge das Jahr 2026 unter einem guten Stern stehen!"
Die Aussendung der Sternsinger erfolgte dieses Jahr am Sonntag 4.1. nach dem Familiengottesdienst um 10 Uhr in St. Severin.