„Margareta mit dem Wurm, Barbara mit dem Turm, Katharina mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl.“ Wer kennt nicht diesen Spruch über die drei Frauen, die zu den 14 Nothelfern zählen, wobei Katharina besonders als Patronin der Philosophen, der Studenten und Schüler, aber auch der Jungfrauen und Mädchen verehrt wird!
Die heilige Katharina wacht über unsere älteste Kirche. Die Lebensgeschichte der Heiligen wird in den Deckenfresken erzählt. Allerdings sind diese Bilder oft übermalt worden, also nur noch im barocken Stil zu sehen. Die heilige Katharina als Figur gibt es leider nicht direkt im Altarraum zu sehen, sie ist im Hochaltarbild dargestellt. Das barocke Original befindet sich übrigens mit einem extra angefertigten Rahmen in der Kirche in Garching Hochbrück an der freien Seite vom Eingang hin zur Sakristei. Dieses wurde bei der Renovierung ca. Anfang 2000 auf dem Dachboden der St. Katharina Kirche gefunden.
Um die Kirche herum ist der alte Friedhof. Der massive Turmunterbau gehört noch der Romanik des 13. Jh. an. Langhaus, Chor und Sakristei wurden im 15. Jh. erneuert, der Innenraum im 18. Jh. völlig umgestaltet.
Der Saalbau besitzt im Langhaus fünf Fensterachsen mit flacher Stichkappentonne auf Pilastern tuskischer Ordnung, der zweijochige Chor mit 3/8-Schluß trägt das Gewölbe über Wandpfeiler. Ein freigelegtes Wandgemälde aus der Zeit um 1600 gehört zur ältesten Ausstattung.
Nach den Innenrenovierungen 1962, 1973/76 (neue Bankeinrichtung, Beichtstuhl) brachte die Restaurierung 1988-1990 den Gesamtraum zu neuem Leben.
Zu erwähnen sind noch die beiden Seitenaltäre. Sie sind Original Hochbarock (drei dimensional, was in dieser Zeit eine Seltenheit war, d.h. halbplastisch, als Figur verschmelzend mit dem Tafelbild, was als Hintergrund dient) und nie verändert wurden. Sie wurden lediglich im 2. Weltkrieg einmal zum Schutz abgebaut und später wieder aufgerichtet.