Für den Vordenker sozial-liberaler Gesellschaftsvorstellungen Ralf Dahrendorf
gehörten Katholische Soziallehre und Soziale Marktwirtschaft aufs Engste zusammen. In einem 2008, ein knappes Jahr vor seinem Tod, gegebenen Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bezeichnete der deutsch-britische Sozialwissenschaftler jene sich im frühen 20. Jahrhundert formierende Denkrichtung der katholischen Kirche, die als Katholische Soziallehre bekannt ist, als
wichtigste Wurzel des wirtschaftspolitischen Erfolgskonzepts der Bundesrepublik Deutschland. Dieses
Konzept hatte sich in den 1950er Jahren herausgebildet und wird nach einer Begriffsschöpfung Alfred Müller-Armacks als Soziale Marktwirtschaft bezeichnet. Eine sachliche
Analyse der nuancierten Beziehung zwischen Sozialer Marktwirtschaft und Katholischer Soziallehre haben die
Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundetags erstellt,
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Arbeit ist nicht nur Broterwerb, sondern dient in hohem Maße dem Gemeinwohl. Das legt das im Auftrag der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz erarbeitete Impulspapier
"Die versöhnende Kraft der Arbeit" dar.
In polarisierten Zeiten wird für den Zusammenhalt in der Gesellschaft geworben. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Herausforderungen in der Arbeitswelt wird die Bedeutung von Arbeit für die Entfaltung der menschlichen Person sowie für ein gelingendes Miteinander hervorgehoben. Denn Arbeit ist ein strukturierender, produktiver und sinnstiftender Teil des Lebens. Zudem führt Arbeit Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen zusammen, stiftet Gemeinschaft und ist eine Schule der Demokratie. Die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles, würdigt den Text durch ein Geleitwort.
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Der Text "
Zusammenhalt durch Reformen sichern" der Arbeitsgruppe für sozialpolitische Fragen der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz gibt Anregungen für einen verlässlichen Sozialstaat der Zukunft. Die Impulse betreffen alle Sozialversicherungssysteme, auch wenn einzelne Beispiele aus der Rentenversicherung stammen. Der Appell, die notwendigen Reformen zügig anzugehen, richtet sich vor allem an die politisch Verantwortlichen. Dafür brauchen sie Kompromissbereitschaft und den Mut, Maßnahmen nach Dringlichkeit, Wirksamkeit und ihrem Ressourcenbedarf zu priorisieren.
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Das
Sozialkompendium bietet die erste Zusammenschau der Soziallehre der katholischen Kirche und ist damit ein wichtiges Vermächtnis Johannes Pauls II., der mit seinen Sozialrundschreiben die Weiterentwicklung der katholischen Soziallehre selbst maßgeblich befördert hat. 1999 veranlasste Papst Johannes Paul II. die Erarbeitung einer autorisierten Zusammenfassung (auf Latein Compendium) der katholischen Soziallehre mit dem Ziel, Christinnen und Christen in ihrem sozialen Engagement zu stärken. Das Dokument will ein Instrument für moralisches Urteilen, eine Orientierungshilfe zum sozialen Engagement und eine Anregung zum Dialog sein.
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