Diözesanrat der Katholiken

Demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes.
Der Diözesanrat repräsentiert mehr als 125.000 ehrenamtlich in Katholikenräten, Verbänden und Initiativen aktive katholische Frauen und Männer. Zu den Aufgaben des Diözesanrats gehört es, das wirtschaftliche, familiäre, gesellschaftliche und politische Umfeld so mitzugestalten, dass der Mensch gedeihen und sich entfalten kann.

Armin Schalk Jahresempfang

„Brauchen Gegenerzählung zum Recht des Stärkeren“

München, 15. Juli 2026. Der Diözesanratsvorsitzende Armin Schalk hat in seiner Ansprache auf dem Jahresempfang der Erzdiözese München und Freising am Mittwoch, 15. Juli, in München den Missbrauch der christlichen Religion für eine antidemokratische und menschenfeindliche Haltung kritisiert. Der auch politisch einflussreiche Tech-Milliardär Peter Thiel und die ihm nahestehenden Akteure würden „ganz bewusst theologisches Vokabular“ benutzen, „um antidemokratische Ideologien zu verbreiten und zu legitimieren“ und somit „die Sprache des Evangeliums instrumentalisieren, um dessen Gegenteil salonfähig zu machen“, erklärte Schalk. Dieser Erzählung gelte es „eine andere Geschichte entgegenzusetzen“, so wie Papst Leo XIV. sie in seiner 2026 veröffentlichten Enzyklika Magnifica Humanitas aufzeige, indem er die Würde jedes einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stelle. Christliche Bilder besäßen auch heute eine politische Kraft, deshalb dürfe „die Kirche sie nicht denen überlassen, die sie gegen Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde wenden“, erklärte der Laienvertreter und rief Christinnen und Christen dazu auf, dagegen eine Botschaft der Menschenwürde zu setzen – „klar, mutig, öffentlich und nachdrücklich“.

Armin Schalk in St. Michael

Schalk: „Unverzichtbarer Ausdruck lebendiger Kirche“

München, 11. Juli 2026. Die ehrenamtlichen Mitglieder der Pfarrgemeinderäte sind nach Ansicht von Armin Schalk, dem Vorsitzenden des Diözesanrats der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, „ein unverzichtbarer Ausdruck lebendiger Kirche“, die mit ihren „Erfahrungen, Charismen und Perspektiven die Kirche vor Ort gestalten“. Zum Auftakt einer zentralen Einführungsveranstaltung für die im März gewählten Pfarrgemeinderäte im Erzbistum am Samstag, 11. Juli, in München erklärte er, dass es vor dem Hintergrund des Wandels, den Gesellschaft und Kirche derzeit durchleben würden, umso wichtiger sei, den katholischen Glauben sichtbar und erfahrbar zu machen. Mit der Idee der Synodalität habe Papst Franziskus neuen Schwung in die Kirche gebracht, den Papst Leo XIV. nun fortsetze, so Schalk. „Synodalität, das heißt: Wir gehen zusammen, wir sind zusammen auf dem Weg: miteinander, zueinander, füreinander“, sagte er und betonte, dass der Diözesanrat die Pfarrgemeinderäte „auf diesem gemeinsamen Weg begleiten, stärken und vernetzen“ wolle.

Portrait Rothmeier

Jakob Rothmeier – Nachruf auf ein Urgestein der Laienarbeit und einen Mann der Tat

Jakob Rothmeier war ein Urgestein der Laienarbeit in der Erzdiözese München und Freising. Von Anfang an, von 1968-2010, gehörte dem Pfarrgemeinderat (PGR) in Rott/Inn an. 36 Jahre war er Vorsitzender des PGR. Auf den unterschiedlichsten Ebenen engagierte er sich 45 Jahre für eine lebendige, menschennahe Kirche. Ein großes Anliegen von ihm war die Landpastoral. Er war davon überzeugt, dass gerade im ländlichen Raum die Pfarrstrukturen nicht zu groß werden dürfen. „Menschen benötigen Orte der geistigen, sozialen und kulturellen Beheimatung“, so seine Überzeugung. Ein von ihm oftmals vorgetragener Grundsatz war: „Dort, wo Gemeinde lebt und wo sie selbst eigenständig etwas leisten und tragen kann, soll nichts aufgegeben oder zentralisiert, sondern gestärkt und gefördert werden.“ Mit Sorge erfüllte ihn daher, dass viele Seelsorgestellen keine Seelsorger mehr haben und auch die Pfarrbüros oder die Bürostunden in kleineren Gemeinden weniger werden. Mit dem Diözesanrat hat er sich daher dafür eingesetzt, dass in Pfarreien und Filialen ohne Seelsorger vor Ort Menschen ehrenamtlich die Funktion eines Ansprechpartner:in wahrnehmen.

Visual Statement Schalk

„Technik braucht Haltung“ – Diözesanrat würdigt Enzyklika von Papst Leo XIV.

Der Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Armin Schalk, hat die heute veröffentlichte erste Enzyklika von Papst Leo XIV. als „wichtigen kirchlichen Beitrag zur Gestaltung der digitalen Transformation“ gewürdigt. Die Enzyklika Magnifica Humanitas verbinde „technologische Entwicklung mit sozialer Verantwortung – das ist ein wichtiges Signal“.  

„Papst Leo XIV. macht deutlich, dass Künstliche Intelligenz niemals Selbstzweck sein darf. Maßstab jeder technologischen Entwicklung muss die Würde des Menschen bleiben“, erklärte Schalk. Gerade darin liege eine enge Verbindung zu den Positionierungen des Diözesanrates, der sich bereits auf der Vollversammlung 2024 mit den ethischen und gesellschaftlichen Folgen von KI auseinandergesetzt habe. „Auch wir haben betont: KI kann Chancen eröffnen, sie darf aber nicht zu neuer sozialer Ungleichheit, zu Entmenschlichung oder zu einer Kultur der bloßen Effizienz führen.“

Armin Schalk mit Bischof Feige

Zwischen Demokratiefibel und Weltsynode: Begegnungen beim Katholikentag

Beim Katholikentag in Würzburg stand für den Vorsitzenden des Diözesanrates der Katholiken der Erzdiözese München und Freising, Armin Schalk, vor allem eines im Mittelpunkt: der Austausch darüber, wie Kirche heute Verantwortung für Gesellschaft und Demokratie übernehmen kann – und wie synodales Miteinander konkret gelebt werden kann.

Logo Katholikentag

Einladung zum Katholikentag 2026

„Hab Mut, steh auf!“ – so lautet das Motto des diesjährigen Katholikentags in Würzburg. Vom 13. bis 17. Mai 2026 kommen bereits zum 104. Mal Katholikinnen und Katholiken sowie Gläubige aller Konfessionen und vieler Religionen zusammen, um gemeinsam zu beten, zu diskutieren und zu feiern. An rund 900 Veranstaltungen können die Besucherinnen und Besucher aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt teilnehmen. Im Video erzählen Katharina Maier (stellv. Diözesanratsvorsitzende), Martin Utschneider (stellv. Diözesanratsvorsitzender) und Msgr. Klaus Peter Franzl (Bischöflicher Beauftragter für den Diözesanrat), was Sie alles erwartet und worauf sich die Drei besonders freuen.

Schalk Podium

Schalk: „Hoffnung auf synodalen Kulturwandel“

Mühldorf, 14. März 2026. Armin Schalk, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken in der Erzdiözese München und Freising, verbindet mit der Wahl von Bischof Heiner Wilmer SCJ zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) die Hoffnung auf einen synodalen Kulturwandel auf Basis des Abschlussdokuments der Weltbischofssynode in Rom. Mit Blick auf die in den vergangenen Jahren geäußerte Kritik einzelner Bischöfe am deutschen Synodalen Weg betonte Schalk in der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats am Samstag, 14. März, in Mühldorf am Inn, dass er sich wünsche, dass Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, verstärkt darauf hinwirke, dass die Bischöfe „Gräben zuschütten, Brücken bauen und wieder stärker zusammenfinden“.

Logo Diözesanrat ohne Schriftzug

Diözesanrat tagt zur Sozialen Marktwirtschaft

München, 9. März 2026. Mit der Sozialen Marktwirtschaft und der Frage, welchen Beitrag Kirche und Laien dafür leisten können, befasst sich der Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese München und Freising bei seiner Frühjahrsvollversammlung am Samstag, 14. März, um 9 Uhr im Stadtsaal in Mühldorf am Inn (Schützenstraße 1). Unter dem Leitwort „Mehrwert durch Werte. Perspektiven zur Sozialen Marktwirtschaft“ diskutieren rund 150 Delegierte aus Pfarrgemeinde- und Dekanatsräten sowie Verbänden. Um 12 Uhr feiert Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, einen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus (Kirchenplatz 20).

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Katholikinnen und Katholiken haben Pfarrgemeinderäte gewählt

München, 2. März 2026. Bei den Pfarrgemeinderatswahlen in der Erzdiözese München und Freising sind am Sonntag, 01. März, in 717 von 754 möglichen Pfarreien jeweils Vertreterinnen und Vertreter für das ehrenamtliche Gremium gewählt worden. Unter dem Motto „Gemeinsam Gestalten – gefällt mir“ haben rund 202.000 wahlberechtigte Katholikinnen und Katholiken insgesamt rund 5.000 Pfarrgemeinderäte aus knapp 6.000 Kandidatinnen und Kandidaten bestimmt.
 
Die durchschnittliche Beteiligung lag in Bezug auf die gesamte Erzdiözese bei rund 17 Prozent der Wahlberechtigten und damit deutlich über der des Jahres 2022 (12,32 Prozent). Nur im Jahr 2018, als Allgemeine Briefwahl angeboten wurde, war die Wahlbeteiligung seit dem Jahrtausendwechsel höher (20 Prozent). Heuer wurde wieder auf das Online-Abstimmungsangebot gesetzt, um weiterhin auch Gläubige zu erreichen, die nicht regelmäßig an den Gottesdiensten teilnehmen. Das Angebot bestand in 649 (2022: 622) Pfarrgemeinden und wurde von mehr als 141.000 (2022: 100.000) Personen genutzt. Damit haben knapp zwei Drittel aller Wählenden von der Online-Wahl Gebrauch gemacht. Detaillierte Wahlergebnisse sind unter http://www.deine-pfarrgemeinde.de zu finden.

Synodales Gremium

Vierte Sitzung des Synodalen Gremiums im Erzbistum München und Freising

München, 16. Dezember 2025. Das Synodale Gremium im Erzbistum München und Freising ist unter dem Vorsitz des Erzbischofs, Kardinal Reinhard Marx, am Samstag, 29. November, zu seiner vierten Sitzung im Erzbischöflichen Palais in München zusammengekommen. Mit der Gründung des Gremiums hatte die Erzdiözese München und Freising im Mai 2024 einen verlässlichen Ort der synodalen Beratung und Abstimmung auf diözesaner Ebene geschaffen.
 
Bei der jüngsten Sitzung hat Kardinal Reinhard Marx das Gremium zum aktuellen Stand bei der Umsetzung der bereits beschlossenen Voten zur Traubefugnis für Laien und zur Predigt von Laien auch in der Eucharistiefeier informiert. Um eine Traubefugnis für Laien zu erwirken, hat sich der Erzbischof von München und Freising zwischenzeitlich mit einem Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) gewandt, da ein nächster Schritt in dieser Hinsicht durch die Bischofskonferenz erfolgen müsste. Zur Predigt von Laien besteht nach den Gesprächen von Vertretern der DBK mit Vertretern der Römischen Kurie im November noch Abstimmungsbedarf auf übergeordneter Ebene. Das Synodale Gremium hatte sich in seiner vorhergehenden Sitzung zudem geschlossen dafür ausgesprochen und dem Erzbischof empfohlen, im Erzbistum München und Freising im Bedarfsfall die Übernahme der Leitung von kirchlichen Trauerfeiern und Begräbnissen durch speziell hierzu befähigte Ehrenamtliche zu ermöglichen. Sie sollen dabei nicht den Dienst der Hauptamtlichen in diesem Feld ersetzen, sondern ergänzen, je nach den lokalen Möglichkeiten und dem Bedarf vor Ort. Zwischenzeitlich hat eine Arbeitsgruppe hierfür ein Ausbildungskonzept erarbeitet und weitere relevante Fragen für die Einführung dieses Dienstes geklärt. Im Laufe des kommenden Jahres soll dieses Modell dann eingeführt werden.



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