6 Mädchen und 4 Buben empfingen in der festlich geschmückten und gut besuchten Pfarrkirche von St. Korbinian zum ersten Mal die Hl. Kommunion.
Schon etwas aufgeregt warteten die Kinder mit ihren Paten im Pfarrsaal, bis Kaplan Tomasz Baluka mit dem Altardienst sie abholte. In einem kleinen Kirchenzug zogen dann der Kaplan und die Ministranten, sowie Gemeindereferentin Brigitte Fuchs zusammen mit den Erstkommunionkindern und Paten durch das Atrium in das Gotteshaus ein und versammelten sich um den Taufstein. Dort begrüßte der Kaplan die Kinder und die Pfarrgemeinde: „Heute ist der Tag, auf den ihr Euch so lange schon vorbereitet habt, heute will euch Jesus, euer Freund ganz nahekommen. “
Danach rief die Gemeindereferentin jedes Kind namentlich auf, um die selbstverzierte Erstkommunionkerze mit Hilfe des Paten an der Osterkerze zu entzünden. Kaplan Baluka erläuterte, dass am Taufstein ihr Weg mit Jesus begonnen hat. Damals hatten die Eltern das Versprechen abgeben, jetzt sollen sie selber das Taufversprechen erneuern. Anschließend besprengte der Kaplan die Kinder mit Weihwasser umso das Versprechen nochmals zu bekräftigen.
Andächtig schritten dann die Kinder mit ihren brennenden Kerzen zum Altar, dazu stimmte Peter Voitz an der Orgel das Lied: „Jesus sagt, ihr seid meine Freunde“ an. Unter diesem Thema stand auch die Vorbereitung auf diesen besonderen Tag. Vor dem Altar war mit Hilfe von Kett-Tüchern ein Weg gelegt, der symbolisch den Weg der Vorbereitung zeigen soll. Auf diesem Weg legten die Erstkommunionkinder nach dem Tagesgebet Gegenstände ab, die sie in den Vorbereitungsstunden behandelt hatten. Unter anderen ein geteiltes Brot, denn Jesus sagt: „Teilt was ihr habt, es reicht für alle“, sowie einen Stein und eine Kerze, die zeigen sollen, dass Jesus uns die Last abnimmt und unsere Herzen erhellt. Abschließend legten die beiden Kommunionkinder Lucia und Adrian einen großen Laib Brot auf den Weg, denn Jesus schenkt sich uns im Zeichen von Brot und Wein.
In ihre Ansprache griff Gemeindereferentin Fuchs, nochmals auf das zentrale Thema der Freundschaft mit Jesus auf. In einem kleinen Dialog fragte sie die Kinder, ob sie Freunde haben und was Freundschaft ausmacht. Freundschaft hat mit Vertrauen zu tun, das ist einer da auf den ich mich verlassen kann, der mir zuhört, mit dem ich reden kann. So eine Freundschaft bietet uns auch Jesus an: „Ihr seid meine Freunde“ Jesus möchte unser Gegenüber sein, denn er vertraut uns und akzeptiert uns. Wir dürfen seine Freunde sein, uns darauf verlassen, dass er immer mit uns geht. Er will uns nahe sein, durch andere Menschen, durch viele Zeichen und letztendlich in seinem innigsten Zeichen der Verbundenheit, dem Brot. Abschließend wünschte sie den Kindern, dass sie die Freundschaft mit Jesus aufrechterhalten und auch pflegen, in dem sie ihm vertrauen und mit ihm auch reden. Jesus meint es ernst, er bleibt immer an Eurer Seite erwähnte die Gemeindereferentin. Auch die Eltern ermutigte sie diese Freundschaft zu Jesus gemeinsam mit ihren Kindern aufrecht zu erhalten und dieses Vertrauen immer wieder zu üben und vielleicht auch neu zu lernen, damit sie erfahren können: „Wir haben einen Freund, der uns immer ganze nahe sein will und zu dem wir immer kommen können.
Nach der Wandlung versammelten sich alle Kommunionkinder, Ministranten, Gemeindereferentin und Kaplan um den Altar, und sangen feierlich zusammen mit der Pfarrgemeinde das Vaterunser.
Im Anschluss an den Empfang der Hl. Kommunion dankte Kommunionkind Adrian Jesus dafür, dass er heute alle an seinen Tisch eingeladen hat, um gemeinsam das Brot zu teilen. Wir durften erfahren, dass du immer bei uns bist. Seine Mutter Frau Reis betete dafür, dass dieser Tag bei den Kindern immer in guter Erinnerung bleiben soll und dass Jesus auf dem weiteren Lebensweg als Freund Kraft und Mut verleiht, wenn keiner mehr weiterweiß.
Nach dem Schlussgebet bedankte sich Kaplan Baluka bei der Gemeindereferentin und bei Irmi Wenk und Helga Jetzlsperger sowie bei allen, die die Erstkommunion so festlich vorbereitet haben. Ein Dank geht auch an Kirchenmusiker Peter Voitz für die musikalische Begleitung, an den Fotografen, sowie an die Gruppenleiter, Frau Reis, Frau Weber, Frau Wenzel, Frau Kotes, Frau Wolany und Frau Lingg die zusammen mit Mesnerin Mary Hausstätter beim Blumenschmuck geholfen haben. Nicht zu vergessen die Religionslehrerinnen sowie die Eltern für die Unterstützung in der Schule und in der Familie. Als Zeichen des Dankes erhielten die Helfer eine Blume vom Kaplan.
Anschließend überreichte Kaplan Baluka den Kindern einen kleinen Laib Brot in Herzform, den sie mit in ihre Familien nehmen und dort teilen sollen. Nach dem Schlusssegen zogen die Erstkommunionkinder gemeinsam mit Kaplan, Gemeindereferentin und Altardienst aus der Kirche aus und versammelten sich für das traditionelle Gruppenfoto vor der Figur des Hl. Korbinians. Mit einem kleinen Umtrunk, vorbereitet vom Pfarrgemeinderat, endete dieser Festtag bei herrlichstem Sommerwetter.
Text und Bilder: Willi Götzlich