St. Korbinian Freilassing

Kräuterweihe in der Pfarrei St. Korbinian

Zusammen mit Gemeindereferentin Brigitte Fuchs zelebrierte Pater Joachim Selka den Festgottesdienst in St. Korbinian zur Aufnahme Mariens in den Himmel. Vor dem Gottesdienst konnten die zahlreichen Gläubigen im Atrium des Pfarrzentrums Kräuterbüschl, die von fleißigen Helferinnen und Mitgliedern des Pfarrgemeinderats am Vortag des Festes liebevoll gebunden wurden, gegen eine kleine Spende erwerben.  Die Hälfte des Spendenerlös von 254 Euro kommt bedürftigen Familien in Freilassing und Umgebung zugute, während der andere Teil zusammen mit dem Spendenerlös der Pfarrei St. Rupert zur Restaurierung eines alten Wegkreuzes verwendet und danach an der Marienkirche einen Platz erhalten wird. Eine Tafel an dem Kreuz wird an den im Dezember verstorbenen Stadtpfarrer Lucjan Banko erinnern.
Trotz der heißen Tage konnten auch dieses Jahr die Frauen zahlreiche Kräuter finden. Als die wichtigsten Kräuter für diesen Strauß gelten: Wermut, Kamille, Johanneskraut, Salbei Spitzwegerich, Arnika und die Königskerze, sie bildet den Mittelpunkt des Büschels. Der geweihte Buschen wird als bewährtes Heilmittel zum Schutz von Menschen, Tier, Haus und Hof am Dachboden oder im Herrgottswinkel aufbewahrt.
Zum Beginn des Gottesdienstes erinnerte die Gemeindereferentin daran, dass Maria als Heilsbringer für alle Gläubigen angesehen werden darf und uns in Notlagen beisteht.
In der Ansprache erwähnte Pater Selka, dass die Legende besagt, dass Maria am verlassenen Grab einem Duft wohlriechender Blumen verspürte., deshalb wird auch noch heute an Maria Himmelfahrt mit einen Kräuterbuschen an diese Begebenheit gedacht. Maria aber lernte nicht nur den süßen Duft in ihrem Leben kennen, sondern musste auch den herben und bitteren Duft, durch die vielen leidvollen Ereignisse ertragen.  Blumen duften aber nur wenn sie gegossen werden, genauso geht es uns Christen. Wir können den Duft des Glaubens und Heilsbotschaft nur verbreiten, wenn wir wie die Blumen gepflegt und „gegossen“ werden. Unser Wasser besteht aus den Gebeten zu Maria. Wir können sie in allen Notlagen anrufen und sie um Hilfe und Unterstützung bitten. Lasst uns wohlriechende Blumen sein, damit alle Menschen den Duft des Glaubens und Mariens spüren und empfangen können, mit diesen Worten endet die sehr anschauliche Predigt von Pater Selka.
Nach dem Schlussgebet sprach Selka das Segensgebet und besprengte die Gläubigen mit ihren großen und kleine Kräuterbüscheln, sowie die Kräuter am Altar mit Weihwasser und wünschte allen einen geruhsamen Feiertag
 
Text und Bilder: Willi Götzlich
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